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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c35.s1.9.3

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c35.s1.9.3

Language
German

c35.s1.9.3

Im sechsten Monat kommen die Haare am Kopf und am Körper, die Nägel, die Knochen, Sehnen, Adern u. s. w. zur Ausbildung, auch die Kraft und Farbe nimmt zu, weshalb nach C. in diesem Monat bei der Schwangeren die Kraft und Farbe besonders abnimmt. Im siebenten Monat ist er mit allen Gliedern versehen und mit allen Existenzbedingungen ausgestattet (so dass ein in diesem Monat geborenes Kind lebensfähig ist, wenn es auch der Frühgeburt wegen nicht lange lebt, Ar. zu A. 2, 1, 58); die Schwangere ist deshalb in diesem Monat besonders angegriffen. Im achten Monat wird durch die den Chylus führenden Kanäle die Lebenskraft (*ojas*) bald aus der Mutter in das Kind, bald aus dem Kind in die Mutter geleitet; wegen dieses Hin- und Hergehens der Lebenskraft ist ein in diesem Monat geborenes Kind nicht lebensfähig, auch ist die Mutter wie auch der Fötus bald heiter, bald niedergeschlagen, ja auch die Mutter ist in Lebensgefahr. Um eine Niederkunft in diesem Monat zu verhindern, bringt man eine Spende von Fleisch und Reis an den Dämon Nairṛta dar. Über den Geburtstermin s. § 40 (C. 4, 4. 5—11; Su. 3, 14—26; S. 2, 2, 202 f.; A. 2, 49—66; vgl. Y. und Vi. l. c.). Die vorstehende Entwickelungstheorie, wenn auch die herrschende (vgl. auch Garbha-Upanishad bei Deussen, Sechzig Upanishad’s 608), ist doch nicht die einzige. So erwähnt Su. 3, 3, 28 die Ansichten älterer Lehrer, wonach der Kopf zuerst entsteht, weil in ihm die Sinnesorgane wurzeln;