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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c35.s4.9

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c35.s4.9

Language
German

c35.s4.9

Als Krankheiten der Schwangeren (*garviṇīroga*) nennt Bh. 2, 4, 179 Bewegungen des Fötus (beginnender Abortus, vgl. § 45). Blutfluss (*pradara*), Leibschmerzen, Fieber der Schwangeren, chronisches Fieber, Darmkatarrh (*grahaṇī*) und empfiehlt dagegen verschiedene Decocte. Von diesen Krankheitszuständen wird der Blutfluss oder die Menorrhagie, Dysmenorrhöe (*pradara*, *asṛgdara*, *raktayoni*, vgl. S. 2, 1, 196) häufig erwähnt und mehrfach an die Spitze aller Frauenkrankheiten (*strīroga*) gestellt. Nach C. 4, 30, 76—87 gilt als Ursache des *pradara* der übermässige Genuss von salzigen, saueren, schweren, scharfen, hitzigen, öligen Speisen, Fleisch, Fischen, geistigen Getränken u. s. w. Hierdurch gestört bewirkt der Wind eine übermässige Blutansammlung in den Adern des Uterus, welche das Menstrualblut in denselben leiten. Die Behandlung besteht hauptsächlich in der Verabreichung verschiedener Decocte und anderer Arzneien. Als eine gefährliche Krankheit der Schwangeren gilt *udāvarta-vibandha* oder *udāvarta*, eine Art hartnäckiger Verstopfung, bei der alle Ausscheidungen zurückgehalten sind (C. 4, 8, 24; S. 2, 4, 216; A. 2, 2, 21 f.).

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