Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s2.17
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s2.17
- Language
- German
c36.s2.17
Unter *amlapitta* »sauere Galle« ist nach DUTT (Nidāna 181 Anm.) Dyspepsie mit Erbrechen oder Durchfall, auch Blutspeien, vielleicht von Krebs, Sodbrennen und Magenkatarrh zu verstehen. Die ältere Pathologie (vgl. A. 3, 5, 42) kennt diese Krankheit kaum, nach M. 307—9 erkennt der Arzt ihr Vorhandensein an Verdauungslosigkeit, Müdigkeit, Übelkeit, scharfem oder sauerem Aufstossen, Schwere, Brennen in der Brust und Kehle und Appetitlosigkeit. Geht sie abwärts, so erzeugt sie Durst, Hitze, Ohnmacht, Schwindel, Übelkeit, Gelbsucht u. s. w. Geht sie aufwärts, so entsteht Erbrechen, wobei das Erbrochene grün, gelb, blau, schwarz, rötlich oder blutartig, sehr sauer, schleimig u. s. w. ist. Der Arzt soll zuerst ein Brechmittel, dann ein mildes Abführmittel geben, hierauf folgt Einreibung mit Öl und ein Klystier (Vṛ. 53, 1 = Cd. 304; vgl. V. 681—8).
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