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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s3.3

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s3.3

Language
German

c36.s3.3

§ 55. Wurmkrankheiten. — Die Würmer, die auch in der europäischen Volksmedicin eine hervorragende Rolle als Krankheitserreger spielen¹, besonders bei Kinderkrankheiten, treten schon in der vedischen Medicin in verschiedenen Wurmsegen hervor, nicht nur als Eingeweidewürmer, sondern auch am Kopf, in den Augen, Zähnen und der Nase². So kennt auch die spätere Medicin Augen-, Zahn-, Ohr-, Kopf-, Herz- und andere Würmer. Nach M. 97 f. (= V. 200 f.; Bh. 2, 2, 37) gibt es 20 äussere und innere Würmer; erstere entstehen aus Schmutz oder Schweiss an der Haut (Co.), sie gleichen dem Sesamsamen (*tila*) nach Grösse, Gestalt und Farbe, halten sich im Haar und in den Kleidern auf, sind entweder vielfüssig, Läuse (*yūka*) genannt, oder ganz klein, *likhyā* (Lauseier) mit Namen, und verursachen entweder einen roten Ausschlag oder juckende Beulen. Nach C. 3, 7, 5 (vgl. 1, 19, 11) gibt es zwei Arten äusserer *kṛmi*, nämlich Läuse und Ameisen; sie halten sich in den Haaren, im Bart, in den Augenwimpern und den Kleidern auf.

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