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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s3.4

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s3.4

Language
German

c36.s3.4

Die inneren Würmer entstehen aus Faeces, Schleim oder Blut, in Folge von verschiedenen Diätfehlern, mangelnder Bewegung, Schlafen bei Tage, Wärme u. dgl.; ihr Vorhandensein wird gekennzeichnet durch Fieber, blasse Hautfarbe, Kolik, Brustschmerzen, Mattigkeit, Schwindel, Appetitlosigkeit, Durchfall. Von den inneren Würmern entstehen nach Su. sieben, nach C. M. nur fünf, aus Faeces; sie sind nach Su. weiss und klein, andere breit und mit Schwänzen versehen, die *gaṇḍūpada* rot und lang, und drängen nach dem After; nach M. sind sie breit oder rund, dünn oder dick, dunkelgelb, weiss oder schwarz; nach C. sind sie teils winzig, rund, weiss, langen Wollflocken gleich, teils gross, rund, dunkelfarbig, blau, grün oder gelb. Sie entstehen in den Eingeweiden und bewirken Kolik, Verdauungsschwäche, Durchfall, Verstopfung, Speichelfluss, Appetitlosigkeit, Abmagerung, Schwäche, Gänsehaut, bleiche Hautfarbe, Jucken im After, wenn sie nach unten gehen; wenn sie gross werden und im Magen aufsteigen, bewirken sie Aufstossen und Atem, die wie Faeces riechen. Aus dem Schleim entstehen nach Su. nur sechs, mit den Namen *darbhapuṣpa* (Darbhablüte), *cipiṭa* (abgeplattet), *pipīlikā* (Ameise) u. a., nach M. C. sieben, mit den Namen *antrāda* (Eingeweideesser), *udarāveṣṭa* oder *udarāda* (Bauchwürger oder -esser, nach WILSON und B.-R. der Bandwurm), *hṛdayāda* (Herzesser), *mahāguda* (Langschwanz), *curu*, *darbhakusuma* (Darbhablüte). Sie entstehen im Magen und kriechen nach allen Richtungen hin, sind haarig, oder auf dem Kopf behaart, mit Schwänzen versehen, mit dunkelfarbigen Ringen, einem langen Getreidehalm oder Faden oder Regenwurm oder fleischigen Muskel (?) gleich, dünn, lang oder winzig, weiss oder kupferfarbig u. s w., fressen das Mark, belecken die Augen, zerstören den Gaumen und die Ohren, bewirken Übelkeit, Speichelfluss, Verdauungslosigkeit, Appetitmangel, Ohnmacht, Erbrechen, Fieber, Magerkeit, Niesen, Schnupfen, Kopfweh, Brustschmerzen u. a. Aus dem Blut entstehen sieben (nach C. M. nur sechs), nämlich 1—3. *keśaromanakhāda* (Esser der Kopf- und Leibhaare und der Nägel); 4. *dantāda* (Zahnesser, welche die Caries bewirken); 5. *kikkiśa*; 6. *kuṣṭhaja* (aus Hautkrankheiten entstehend); 7. *parīsarpa* (eine Art Aussatz). So nach Su.; M. C. haben teilweise andere Namen, wie *romadvīpa* (Zerstörer der Haarwurzeln), *auḍumbara* oder *uḍumbara* (Erreger einer Hautkrankheit). Diese im Blut entstandenen *kṛmi* finden sich in den Blutkanälen, sind ganz winzig, so dass man sie ihrer Kleinheit wegen zum Teil nicht sehen kann, kupferrot und rund, ohne Füsse. Nach Su. sind sie blutig, schwarz, klebrig, breit, Erreger der meisten Blutkrankheiten, unsichtbar, die beiden Haarzerstörer unheilbar; nach C. zerfressen sie, sehr gross geworden, die Haut, die Adern, die Sehnen, das Fleisch und die Knorpel (C. 1, 19, 11; 3, 7, 4. 8; Su. 6, 54, 1—17; M. l. c.). Die Frage, ob der Bandwurm (Taenia solium) sich als *udarāveṣṭa* oder sonst im Obigen erwähnt findet, lässt sich schwer entscheiden. Einzelne Stellen scheinen darauf hinzuweisen, wie auch der regenwurmartige Spulwurm und die dünnen, schlanken Oxyuriden (weiss, klein, zum After hindrängend, Jucken im After verursachend u. s. w.) deutlich gekennzeichnet sind³. Als Wurmmittel erscheint sehr häufig *viḍaṅga* (Embelia Ribes)⁴, für Läuse wird eine Einreibung mit Quecksilber (*rasendra*) u. a. empfohlen (Su. 6, 54, 18ff.; S. 4, 22; A. 4, 20; Bh. 2, 2, 39f.; V. 202—5; Vr. 7).

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