Pramāṇa · Search · About · API

Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s7.1

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s7.1

Language
German

c36.s7.1

— Die Bezeichnung aller Blutungen als *raktapitta*, *lohitapitta* »Blutgalle« rührt davon her, dass sie auf Störungen der Galle zurückgeführt werden, die nachteilig auf das Blut einwirken. Blutungen nach oben erfolgen durch die Nase, die Augen, Ohren oder den Mund, Blutungen nach unten durch die Harnröhre, die Vagina und den After; ausserdem kann das Blut auch aus allen Poren der Haut austreten (S. A. M.). Die Blutung kündigt sich an durch Mattigkeit, Verlangen nach Kaltem, Appetitlosigkeit, wiederholtes Erbrechen, Hitze, ein Gefühl als ob Rauch aus dem Mund käme, der Atem nach Eisen, Unverdautem u. dgl. riechend, Heiserkeit, Unfähigkeit Blau, Rot und Gelb zu unterscheiden u. dgl. Die weiteren Erscheinungen, namentlich die Farbe und Consistenz des Bluts, wechseln je nach den drei Grundsäften. Schlimme Complicationen (*upasarga*) sind: Schwäche, Asthma, Husten, Fieber, Erbrechen, Aufregung, Blässe, Hitze, Ohnmacht, Kopfweh, Durst, Leibschmerzen, Appetit- und Verdauungslosigkeit u. a.

Cites (3)