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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c37.s1.2.2

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c37.s1.2.2

Language
German

c37.s1.2.2

Diese letzte Ursache ist auf Pocken-Epidemieen zu beziehen, da die Pocken in denjenigen Ländern auftreten sollen, wo die erzürnten Planeten sichtbar werden (C.). Eingeleitet wird die Krankheit durch Fieber, Jucken, Glieder-reissen, Unbehagen, Schwindel, Anschwellung der Haut, Veränderung der Farbe und Röte in den Augen. Von Wind sind die Pusteln dunkelrot, rauh, hart, verursachen heftige Schmerzen und reifen langsam; diese Art ist unheilbar. Von Galle sind die Pusteln rot, gelb oder weiss, verursachen Brennen und heftige Schmerzen und reifen schnell; dabei zeigen sich Schmerzen in den Gelenken, Husten, Beben, Unbehagen, Mattigkeit, Trockenheit des Gaumens, der Lippen und der Zunge, Durst und Appetitlosigkeit. Von Blut entsteht Durchfall, Hitze am Körper, Durst, Unbehagen und Appetitlosigkeit, Entzündung am Mund, Röte in den Augen und besonders starkes Fieber, sowie die gleichen Erscheinungen wie bei Galle. Von Schleim sind die Pusteln weiss, glänzend, sehr gross, verursachen Jucken, aber wenig Schmerzen und reifen langsam; zugleich zeigt sich Schleimfluss, Lahmheit, Kopfweh, Schwere in den Gliedern, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Schlaf, Mattigkeit, Unlust. Von allen drei Grundsäften sind sie gross, blau, in der Mitte eingesunken, sehr schmerzhaft, reifen langsam, enthalten stinkenden Eiter und heissen *carman* (eine Art Aussatz); diese Form ist mit Schlingbeschwerden, Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Irrereden und Unlust verknüpft und schwer oder gar nicht heilbar.