Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c38.3
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c38.3
- Language
- German
c38.3
1. Am ganzen Auge. Ophthalmie (*abhiṣyanda*, noch jetzt besonders häufig) von vier Arten, die bei Vernachlässigung in schwere Ophthalmie (*adhimantha*) übergehen, mit Schmerzen, als ob das Auge ausgerissen und die Hälfte des Kopfes zermalmt würde, und bei falscher Behandlung Verlust des Augenlichts nach 5—7 Tagen oder schon sofort. Eiterung des Auges (*netrapāka*) ist mit Jucken, Secret, Thränen, Schmerzen und Geschwulst verbunden. Eine besonders schmerzhafte, unheilbare, die Sehkraft zerstörende Form von *adhimantha* heisst *hatādhimantha*. Wenn der Wind unter heftigen Schmerzen abwechselnd in die Augenbrauen und Augen zieht, so heisst dies krampfhaftes Zucken (*vātāparyāya*). Die »trockene Augenentzündung« (*śuṣkākṣipāka*) oder skrophulöse Ophthalmie (DUTT) besteht darin, dass das Auge zusammengekniffen ist und brennt. *anyatovāta* »Wind aus anderer Richtung«: der Wind in den Ohren, dem Kopf u. s. w. bewirkt Schmerzen in den Augenbrauen und Augen. *amlādhyuṣita* Iritis. *sirotpāta*: die Adern im Auge werden kupferfarbig, ohne oder mit Schmerzen; hieraus entsteht durch Vernachlässigung *sirāpraharaṣa*, wobei man fortwährend kupferfarbige Thränen vergiesst und nicht sehen kann.