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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c4.s3.20

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c4.s3.20

Language
German

c4.s3.20

4) Kurze Horizontalstriche (ursprünglich rechts angefügt) dienen zur Bezeichnung einer Änderung der Qualität des Lautwertes: a) bei *O*, Nr. 6, C. VI, f—g, aus *U*, C. VI, a, weil grammatisch *o* der Guṇavocal von *u* ist; b) bei *AI*, Nr. 16, C. VI A, b) aus *E*, da grammatisch *ai* der Vṛiddhivocal von *e* ist; c) bei dem *ḻ* der Drāviḍī, Nr. 12, C. VI, aus der ursprünglichen Form des *la* (Lamed) C. I—II, wobei die Barre rechts erscheint, weil der Buchstabe nicht umgedreht ist, d) bei *ṅa*, Nr. 14, C. VI, a, aus dem ursprünglichen, umgestürzten *Nun*, C. IV, wobei die Barre wegen der Umdrehung des Zeichens links erscheint, vgl. oben A, Nr. 14, e) bei *ña*, Nr. 14, C. VI, c, aus *na*, C. V, mit Verschiebung des unteren Horizontalstriches und ohne Umdrehung des Zeichens, f) bei *ṇa*, C. VI, b, aus *na* mit Verlegung der Barre über den Verticalstrich. Bei der Bildung der letzteren beiden Zeichen hat das Bestreben, Collisionen mit *nā*, *ne* und *O* zu vermeiden, wahrscheinlich mit eingewirkt.