Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c4.s3.26
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c4.s3.26
- Language
- German
c4.s3.26
Die übrigen mittleren Vocale sind die über oder unter die Consonanten gesetzten Initialzeichen oder cursive Veränderungen derselben. Unverändert und dem *O* gleich ist das mittlere *o* in *ko*, Nr. 6, C. VI, h—i, bei dem, nach Abtrennung des dolchförmigen *k* unter der zweiten Barre, die in C. VI, f—g gegebenen Zeichen wieder hervortreten, vgl. *go* in *mago*, Girnar Ed. I, Z. 11, wo ein initiales *O* über *ga* gesetzt ist. In Jaugada, wo nur das *O* von C. VI, f. vorkommt, hat das *o* stets die entsprechende Form von C. VI, h. In Girnar kommen beide Formen des *o* vor, trotzdem dass *O* nur die Form von C. VI, g hat. Gleichfalls unverändert und dem *U* gleich ist das *u* in *dhu*, Nr. 6, C. VI, b, von Kālsi; häufiger erscheint cursiv entweder nur der Horizontalstrich des *U*, wie in *dhu*, C. VI, c, oder der Verticalstrich, Taf. II, 13, III *cu*, 26, II, *dhu*. Mittleres *ū* wird gewöhnlich cursiv durch die zwei Horizontalstriche des *Ū* ausgedrückt, vgl. indess § 16. C. 5. In den Inschriften des spitzwinkligen und des archaischen südlichen Typus ¹³ erscheint jedoch mitunter wieder das *Ū* der betreffenden Periode. Um mittleres *i* auszudrücken, werden die ursprünglich übergesetzten drei Punkte des *I* (*ki*, Nr. 16, C. VI, B, d) cursiv durch Striche in einen Winkel umgestaltet (*ki*, C. VI, B, e) und das *ī* ist hieraus durch Zusatz eines die Länge bezeichnenden Striches entwickelt (*kī*, C. VI, B, f). Das initiale *E* wird in Verbindung mit Consonanten cursiv zunächst in einen Winkel, (s. Taf. II, 11, III, *ge*), dann in einen geraden Strich (*ke*, Nr. 16, C. VI, A, a) verwandelt. Analog der Gestalt des *AI*, C. VI, A, b, welche aus *E* plus Horizontalstrich besteht, erscheinen in Verbindung mit Consonanten z. B. in *thai*, Nr. 16, C. VI, A, c, zwei Horizontalstriche.