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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c5.s3.1.4

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c5.s3.1.4

Language
German

c5.s3.1.4

Der ganze Ductus der Kharoṣṭhī mit seiner Vorliebe für langgezogene und langgestielte Zeichen ist der der mesopotamischen Gewichte, Siegel und Gemmen, der auch in den Inschriften von Saqqārah, Teima und aus dem Serapeum wiederkehrt. Die von andern herbeigezogene Schrift der aramäischen Papyri⁶, welche wenigstens zum Teil, (z. B. der Taurinensis) der persischen Zeit angehören, passen für die Ableitung lange nicht so gut. Viele ihrer Zeichen sind so weit abgeschliffen, dass sie nicht mehr als die Vorbilder der Kharoṣṭhī angesehen werden können, und ihr Ductus ist der einer Minuskelschrift. Einige specielle Ähnlichkeiten erweisen sich bei genauerer Vergleichung als Folgen einer analogen Entwicklung. Hiernach wird die Ausbildung der Kharoṣṭhī in dem 5. Jahrh. a. Chr. stattgefunden haben⁷.