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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c5.s6.2.3

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c5.s6.2.3

Language
German

c5.s6.2.3

— 9) In allen späteren Typen verliert *tha*, 16, VIII, X—XI, den Haken, der links von der Spitze der zweiten Barre aufsteigen sollte. — *Ta*, 20, ist auf den IG.-Münzen und in Kuṣana-Inschr. *ra* sehr ähnlich. In den Śaka-Inschr. hat es nur ein Drittel der Grösse von *ra*. — 10) Die späteren *da* sind z. T., wie 22, VII, IX aus 22, II, und z. T. wie 22, VIII, X aus 22, III entwickelt. Die Kuṣanaform in 22, XI zeigt eine Umdrehung der Curve am Kopfe. — 11) Neben dem regelmässigen *pha* zeigen die Kuṣana-Inschr. und barbarische Münzen des Azilises u. a. die in 26, X gegebene Variante, in welcher der Aspirationsstr. an die Spitze des Vertikals gesetzt und der Haken rechts nach oben offen ist. — 12) Der Verticalstrich von *bha* wird im Kuṣana-T., 28, X, mitunter cursiv mit dem Ende des Kopfstriches verbunden, oder der Kopfstrich, wie bei *ka*, mit dem in die Höhe gezogenen Seitengliede rechts vereinigt. — 13) Das vollere *ma* mit dem Seitenstrich erscheint häufig im IG.-Typus, 29, VI, und oft auf späteren Münzen ein Punkt für den Strich, 29, VII. In dem *mu* des Śaka- und Kuṣana-T. wird *ma* schräg auf die Seite gelegt, 29, IX, XII. Die rechte Spitze des Halbkreises steigt hoch aufwärts und die linke wird abwärts gebogen und in später Zeit wird die dazwischen liegende Curve in einen Winkel verwandelt, vgl. *mum*, 33, XIII. — 14) Im Kuṣana-T. wird *ya* oft in eine unten offene Curve, 30, XI, oder Rhombus, 30, XII, verwandelt.