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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c5.s6.3

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c5.s6.3

Language
German

c5.s6.3

B. Mittlere Vokale und Anusvāra. — 1) Mittleres *i* wird oft, wie in 2, VII, VIII, X; 22, XI; 24, XI; 37, XI und mittleres *o* seltener, vgl. *ro*, 31, XI, *ho* 37, XII, tief unten mit dem Verticalstrich verbunden. Im Kuṣana-T. erhält der *i*-Strich (vgl. *mi*, 29, XI) oft einen Haken unten rechts. — 2) Der *e*-Strich tritt in *E* stets auf die rechte Seite des *A* und kann bis zum Fusse des Zeichens hinabgleiten, wobei der kurze Strich zu einer aufwärts geschwungenen Linie wird, 4, VI—VIII, X, XII, oder einen Haken erhält, 4, XI. Mitunter steht das *e* auch am Fusse anderer Buchstaben, vgl. *śe*, 34, IX (Śaka). — 3) Im IG.-Typus behält mittleres *u* seine alte Form; nur geht in *ju*, 12, VII, der Strich aufwärts wegen der Fusslinie des *ja*, ebenso in *pu*, 25, VII, wegen der Krümmung des Vertikals von *pa*. In späterer Zeit tritt für *u* eine Curve oder Schleife ein, vgl., 3, VIII, X; 6, XI; 7, XI u. s. w. In *mu*, 29, IX, XII, ist die Curve nach rechts gedreht. — 4) Der Anusvāra wird durch ein nach links auf die Seite gelegtes *ma* bezeichnet, das an das vorgehende Zeichen gehängt wird, vgl. *am* 1, VII; *im* 2, VII; *ṭhim* 16, XI, oder frei neben demselben, vgl. *yaṃ* 30, VII, oder auch unter demselben stehen kann.