Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s3.3
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s3.3
- Language
- German
c7.s3.3
Die weitere Entwicklung des spitzwinkligen Typus im 7. Jahrh. veranschaulichen die Charactere der Inschriften des Aṁśuvarman (T. IV, C. XVII) von 635 p. Chr. und der nur wenig späteren Aphsaḍ-Praśasti des Ādityasena, T. IV, C. XVIII—XIX. Es ist jedoch zu bemerken, dass die Inschriften Aṁśuvarman's und andere nepalesische Documente derselben Zeit sich an den östlichen Gupta-Typus anschliessen, in dem sie das runde *śa* desselben bewahren, während die Aphsaḍ-Inschrift und alle ihre Verwandten aus dem eigentlichen Indien mit dem westlichen Gupta-Typus zusammenhängen⁷. Fleet nennt diese zweite Stufe des spitzwinkligen Typus, wegen der stärker hervortretenden Drehung der Endstriche »die Kuṭila-Abart des Māgadha-Alphabetes« des 7. Jahrh.⁸ Ich kann mich mit dem zuerst von Prinsep⁹ und nachher häufig gebrauchten Namen »Kuṭila« nicht befreunden, da derselbe auf einer falschen Erklärung des Ausdrucks *kuṭila akṣara* in der Dewal-Praśasti beruht, und möchte denselben aus der paläographischen Terminologie entfernen¹⁰. Kielhorn wendet denselben in seinen paläographischen Bemerkungen über verschiedene Inschriften dieser Periode gleichfalls nicht an¹¹.