Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s4.3
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s4.3
- Language
- German
c7.s4.3
1) Die Zeichen für *E*, *gha*, *ca*, *tha*, *dha*, *pa*, *ba*, *ma*, *ya*, *la*, *va*, *ṣa* und *sa* entwickeln allmählig, je später desto deutlicher kürzere oder längere Schwänzchen rechts, die unter der unteren Grundlinie der Buchstaben schräg herabhängen, im Nāgarī-Typus aber, ausser bei *E*, schliesslich in Verticalstriche verwandelt werden. Vom 10. Jahrh. an erscheinen ähnliche herabhängende Linien auch in der Mitte von *cha*, T. V, 16, II—III u. s. w.; *dha*, T. V, 23, II; *pha*, T. V, 31, III u. s. w., und *ha*, T. V, 42, II—IV u. s. w., die auch in der Nāgarī, ausser bei *dha*, constant werden und bei *pha* den mittleren Verticalstrich hervorbringen. Bei *kha*, *ga*, *tha*, *dha* und *śa* erscheint in dem spitzwinkligen Typus häufig rechts ein kleines Horn oder eine kleine Verlängerung des Verticalstriches, welche jedoch in der Nāgarī in Folge der gleichmässigen Abplattung der oberen Linien bei allen diesen Buchstaben, ausser bei *dha*, wieder verschwindet. Beide Eigentümlichkeiten sind dadurch veranlasst, dass die Schreiber die linken und rechten Teile der Zeichen separat machten und die Linien nicht genau zusammenfügten². Mit der Zeit wurden diese Ungenauigkeiten zum grossen Teile zu characteristischen Zügen der Buchstaben.