Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s4.32
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s4.32
- Language
- German
c7.s4.32
7) Unter den Zeichen für *Ṝ*, *Ḷ* und *Ḹ*, welche während dieser Periode, T. VI, 8—10, V, VII, X, in den MSS. zuerst nachweisbar sind, ist *Ṝ* deutlich durch Anfügung einer zweiten *ṛ*-Curve aus *Ṛ* gebildet. *Ḷ* ist in Cambr. Nr. 1049 und 1691 ein cursives südliches *la*, analog dem ältesten *ḷ* in *kḷ*, T. VII, 42, XIV, und *Ḹ* daraus durch Hinzufügung einer zweiten Curve gebildet. In den H. P., T. VI, 9, V, ist das *la* umgedreht und eine *ṛ*-Curve an den Fuss desselben angehängt und die Verbindung *la(-)*r* bleibt auch im Nāgarī-Typus, T. VI, 8—10, XIII, wahrscheinlich in Folge der Aussprache *lṛ* constant. Diese paläographischen Thatsachen stimmen mit der chinesisch-buddhistischen Tradition, welche, wie S. LÉVI entdeckt hat⁵, die Erfindung der Zeichen für die initialen liquiden Vocale dem Sarvavarman, dem Minister des Andhra-Königs Sātavāhana, oder dem Nāgārjuna, also einem Südinder, zuschreibt.