Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s1.15
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s1.15
- Language
- German
c8.s1.15
Abgesehen von kleinen Modificationen, die durch die Stilisirung bedingt sind, finden sich die im westlichen Typus vorkommenden Spuren des nördlichen Einflusses auch hier, bei *ta*, *dha*, *na* und der Mātrā in mittlerem *e*, *ai* und *o*, die in FLEET'S Nr. 81 (nicht in der Tafel) sogar die geschweifte nördliche Form des 7.—8. Jahrh. zeigt. In Ligaturen (z. B. *nta*, 43, X) kommt jedoch für *na* die unverschleifte und für *ta* die verschleifte Form öfter vor. Ebenso wird alleinstehendes *ta* zwei Mal in dem Worte °*snātānāṁ* (Nr. 55, Z. 7 u. Nr. 56, Z. 6) verschleift²³. Für mittleres *au* haben FLEET'S Nr. 2, 3, 40 u. 81 die dreiteilige westliche und nördliche Form, die Vākāṭaka-Inschriften dagegen (z. B. in *dau*, 24, X) die zweiteilige südliche. Auch *kha* und *ca* stimmen stets mit den südlichen Typen, bei denen der Haken von *kha* stark, die Basis schwach entwickelt ist und *ca* aus einem Oblong mit Vertikal besteht. Dagegen kommt in FLEET'S Nr. 2 in °*sulkā* (Z. 17) einmal das nördliche *ka* vor.