Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.2
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.2
- Language
- German
c6.2
So finden wir bei den Völkern des Altertums je nach Zeit und Ort mehr oder minder von einander verschiedene dem jeweiligen Stande ihrer naturwissenschaftlichen Kenntnisse entsprechende Weltsysteme, die alle im Gegensatz zu unserem heliozentrischen mit dem Namen der gäozentrischen zusammengefasst werden können. All diesen ist gemeinsam, dass man sich über der Erde einen festen, meistens aus mehreren Etagen aufgebauten, von Göttern bewohnten Himmel vorstellte, unter der Erde aber Räume, die entweder als Aufenthaltsort der Toten oder als Reich unterirdischer zu den überirdischen in einem gewissen Gegensatz stehender Gottheiten gedacht wurden, Anschauungen, die sich bei der Zunahme der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse immer mehr als unhaltbar erwiesen, in der Geschichte der Menschheit aber dennoch eine grosse Rolle gespielt haben und infolgedessen wissenschaftliche Beachtung verdienen.