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Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s1.103

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s1.103

Language
German

c6.s1.103

Samyutta-Nikāya 1. S. 101 heisst es von den Kṣatriya, dass sie den grossen Erdkreis (pathavīmaṇḍalam) besiegt hätten¹) und die Stelle 1. S. 192 des gleichen Textes berichtet, dass ein Cakravartin so von seinen Ministern umgeben sei, wie der Ozean die Erde vollständig umgebe ²). Am deutlichsten ist in dieser Hinsicht nun wohl eine interessante Stelle im Aṅguttara-Nikāya 3. S. 240. Dieselbe lautet: „Als der Tathāgata . . . vor der Erleuchtung das Wissen noch nicht erlangt hatte, war die grosse Erde sein Lager, der Bergkönig Himavat sein Kopfkissen, in’s östliche Meer war die linke Hand getaucht, in’s westliche Meer war die rechte Hand getaucht und in’s südliche Meer waren seine beiden Füsse getaucht, dem Tathāgata . . . erschien dies als erster grosser Traum ³).“ Diesem Satze liegt nun die Vorstellung zu Grunde, dass die einheitliche Erdscheibe von dem Ozeane, den man sich nach den Hauptrichtungen der Windrose hin in vier grosse Meere eingeteilt denkt, umströmt wird, und es ist unmöglich, denselben etwa im Sinne der vorhin kurz skizzierten jüngeren buddhistischen Auffassung von der Erde mit ihren Gebirgsringen, Ringmeeren und Welteilanden zu deuten. Die Vorstellung von der Einteilung des einen Ozeanes in vier Meere läuft von der Einteilung der Erdscheibe in vier Quadranten parallel und findet auch in der vedischen Literatur wiederholt Erwähnung ⁴). Die weiteren Textstellen, denen diese Vorstellung zu Grunde liegt, werden aber weiter unten bei der näheren Erörterung dieses Punktes angegeben werden, trotzdem sie doch auch hier für die Auffassung von einer einheitlichen Erdscheibe gewissermassen in Betracht kommen ⁵).

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