Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s1.109
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s1.109
- Language
- German
c6.s1.109
Der Himmel nach den Anschauungen der ältesten Zeit. Es ist bereits ausgeführt worden, dass man sich ursprünglich den Himmel dem natürlichen Augenschein entsprechend als eine Halbkugel vorstellte, die die Mittelwelt, Erde und Ozean, in weitem Bogen überdacht, und dass man eine komplementäre untere Halbkugel erschloss, die die dunkelen Unterweltsräume enthalten und zu der lichten Oberwelt in Gegensatz stehen soll ⁶). Die Stellen der vedischen Literatur, die sich mit der wirklichen Beschreibung der Himmelswelt befassen, also für die Erkenntnis der ältesten Vorstellungen über dieselbe von besonderem Werte sind, sind nicht sehr zahlreich und recht lückenhaft, aber diejenigen, die auf die Unterwelt Bezug haben, sind noch seltener und dürftiger, so dass wir in diesen beiden jenseitigen Regionen für die älteste Zeit noch weniger scharf umrissene Linien vorfinden, als es im Bereiche der Mittelwelt der Fall war, und sich die Beschreibung auch nur in wenigen und allgemeinen Formen halten kann ⁷).