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Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s1.140.2

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s1.140.2

Language
German

c6.s1.140.2

Nach den brāhmaṇischen Texten liegt auf der Gipfelfläche des Meru die Stadt des Brahman ²), rings umgeben von den Städten der acht Welthüter (lokapāla), und die entsprechende buddhistische Ansicht geht dahin, dass sich auf derselben die Götterwelt der Trāyastriṃśa ausbreitet ³). Auch die jainistischen Schriften lehren, dass im Haine Paṇḍaka, der die vom Aufsatze freigelassene Gipfelfläche einimmt, vier grosse halbmondförmige Felsen aus Silber und Gold liegen, geschmückt mit Thronsesseln aus Beryll, die für die Götter Śakra und Īśāna, die beiden Indra der untersten Himmelssphäre, bestimmt sind ⁴). Schliesslich herrscht auch noch einigermassen Übereinstimmung hinsichtlich des Materials, aus dem der Berg bestehen soll. Nach dem Mahābhārata ⁵) und Padmapurāṇa ⁵) besteht er aus Gold und nach der übereinstimmenden Lehre der meisten Purāṇa, die sich mit seiner Beschreibung befassen, hat er nach den Hauptrichtungen hin eine besondere Färbung ⁶). Im Osten soll er weiss, im Süden gelb, im Westen schwarz und im Norden rot sein; es werden ihm also, wenn auch nicht in der regelrechten Reihenfolge von Osten nach Süden die bekannten indischen Kastenfarben zugesprochen. Nach Nārāyaṇatīrtha’s Yogasiddhāntacandrikā, einem jungen Kommentar zu Patañjali’s Yogasūtra, besteht er aus verschiedenen Metallen, und zwar soll er im Osten aus Silber, im Süden aus Beryll, im Westen aus Kristall und im Norden aus Gold sein ⁷).