Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s1.68
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s1.68
- Language
- German
c6.s1.68
Die Form des Welt- Aus dem Vorstehenden haben wir ersehen, dass das sonderbar geformte Weltgebäude alls nach den pri- der Jaina noch deutliche Züge eines früheren einfacheren und natürlichen Weltbildes enthält. mären Bestandteilen der jainisti- Was wir aus dem Rankenwerk der Spekulation bisher entwirrt haben, ist aber noch nicht schen Spekulation. die Urform, von der die Jaina bei dem Ausbau ihres Systems einst ausgingen, sondern zeigt uns noch ein Phantasiebild, an dem jene bereits neue Ideen ein- und angebaut hatten, über die weiter unten die Rede sein wird ⁹. Die Linien, die wir in dem Grundriss des jainischen Weltgebäudes soeben etwas schärfer ausgezogen, ergeben aber immerhin eine Figur, die an die vorhin erwähnten vedischen Vergleiche des Kosmos mit den beiden Schalen oder Becken lebhaft erinnert ¹⁰. Zwar erscheint diese Figur noch verzerrt, gleicht sie doch zwei langezogenen gleichgrossen Trichtern oder zwei abgestumpften Kegeln, die mit ihren Grundflächen gegen einander gelegt sind, und doch werden wir sie im Geiste wesentlich zusammensinken und der ursprünglichen Normalform, der Kugelgestalt, sich mehr angleichen sehen, wenn wir der Spekulation etwas weiter nachgehen und einige weitere Angaben über die Raumverhältnisse bei den einzelnen Etagen der Himmels- und Höllenregionen den phantastischen Rajju-Massen gegenüberstellen.