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Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s2.36.3

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s2.36.3

Language
German

c6.s2.36.3

Eine weitere Übereinstimmung zwischen Indien und Babylon besteht hinsichtlich der Idee der Dreizahl. Wenn auch für Babylon selbst diese Idee noch kaum belegt zu sein scheint und sich dieselbe bisher nur in einigen Literaturdenkmälern des vorderasiatischen Kulturkreises in der Vorstellung von drei Himmeln vorfindet, so darf man doch annehmen, dass dieselbe nicht nur in Babylon, dem geistigen Zentrum desselben, geherrscht, sondern sogar ihren Ursprung hat und von hier aus einerseits nach Westen zu den Völkern Vorderasiens und anderseits nach Osten zu den Iraniern und Indern gewandert ist. Endlich stimmen Indien und Babylon noch in der Idee der Siebenzahl überein. Beide Länder kennen nämlich die Siebenzahl der Ober- und Unterwelten, und beide haben diese Idee auch auf die Mittelwelt projeziert, Indien in der Form der Dvīpa resp. der Gebirgsringe nach buddhistischer Auffassung, Babylon in der tubuqāti, also als Landringe, die man sich hier vielleicht als durch Ringmauern von einander getrennt vorgestellt hat. Hat man sich diese tubuqāti nun wirklich in der besagten Form gedacht, so würde diese Idee auch der von Herodot geschilderten Stadt Ekbatana zu Grunde liegen, bei der jede innerer Ringmauer die nächstäussere überragte.