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Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s2.53

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s2.53

Language
German

c6.s2.53

Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass sich auch hinsichtlich der Sternbilder des Tierkreises babylonischer Einfluss in Indien geltend gemacht hat. Es steht fest, dass der Ursprung desselben in Babylon zu suchen und dass er von hier aus an andere Völker, also auch nach Indien weitergegeben worden ist. In unseren Systemen spielt er nicht die gleiche Rolle, wie die ältere Nakṣatra-Reihe, und in den Texten werden nur einige Sternbilder gelegentlich der Schilderung des jährlichen Sonnenlaufes erwähnt ³). Erst die jüngere Astronomie hat sich eingehender mit dem Zodiakus beschäftigt. Auch für die Nakṣatra, die mit den chinesischen Sieu und den arabischen Manzil fast übereinstimmen, wird man den Ursprung in Babylon zu suchen haben, trotzdem ihre vollständige Nachweisung in den Keilschrifttafeln bisher noch nicht gelungen ist. Das „Prototyp“ für diese Sternenreihe glaubt Fr. X. Kugler gefunden zu haben auf dem Keilschriftfragment B. M. 86378 Rs. IV. 33—37, das die „Sterne, die in der Bahn des Mondes stehen“, aufzählt ⁴). Diese babylonische Sternliste beginnt ebenso wie die älteste Nakṣatra-Reihe mit den Plejaden, und ein Vergleich derselben mit der von Whitney aufgestellten Sternkarte ⁵) der Nakṣatra ergibt für Kugler’s Ansicht eine grosse Wahrscheinlichkeit.