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Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s1.t7.10

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s1.t7.10

Language
German

c7.s1.t7.10

Schliesst die Idee von den 7 Sonnen-Rossen an und für sich schon die Idee eines Sonnenwagens ein, so wird dieselbe noch ausdrücklich ausgesprochen in der bereits zitierten Stelle Rgv. I. 164. 3 und Atharvav. IX. 9. 3. Hiernach soll der Wagen sieben Räder haben. Nach Atharvav. XIII. 2. 11 sind die Räder aus Gold (. . . hiraṇyaír anyám haríto vahanti) und nach Atharvav. XX. 92. 13 besteht er ganz aus Gold (. . . rátham tiṣṭhā hiraṇyáyam . . .). Wie nun Rgv. I. 164. 2 und Atharvav. IX. 9. 2 von einem Sonnenross mit sieben Namen gesprochen wird, so wird an der gleichen Stelle — im folgenden Verse — der Wagen als „einradig“ (ékacakra) bezeichnet. Von diesem einen Rad heisst es, dass es „dreinabig“ (trínābhi), „nicht alternd“ (ajára) und „unaufhaltsam“ (anarvá) sei. Nach Rgv. I. 164. 13 (Atharvav. IX. 9. 11) soll das Rad fünfspeichig sein und die Achse sich nicht erhitzen; „Auf diesem fünfspeichigen sich drehenden Rade, auf diesem ruhen alle Wesen; seine Achse wird nicht heiss, obwohl sie viel trägt, von jeher ist sie ungebrochen mitsamt der Nabe“ (páncāre cakré parivártamāne tásmin á tasthur bhúvanāni víśvā, tásya nákṣas tapyate bhúribhārah sanád evá ná śíryate sá-nābhiḥ). Auf das Sonnenrad bezieht sich auch noch folgende bezeichnende Stelle des Atharvav. X. 8. 4 (und ähnlich Rgv. I. 164. 48) heisst es: „Zwölf sind der Felgen, eins ist das Rad, drei sind der Naben. Dreihundert Speichen sind daran geschmiedet und sechzig Nägel, die nicht wanken“ (dvádaśa pradháyaś cakrám ékaṃ nábhyāni . . . tatráhatās tríṇi śatāni śaṅkávaḥ ṣaṣṭiś ca khīlá ávicācalā yé). Alle diese Äusserungen über die Teile des Sonnenwagens verraten, dass dnreh dieselben irgendwelche Beziehungen der Sonne zum Jahre ausgedrückt werden sollen, dieselben aber in ihrem tiefsten Grunde zu erkennen, darf vorderhand noch als unmöglich gelten.

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