Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t1.3
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t1.3
- Language
- German
c7.s2.t1.3
Jedes Weltall ist für sich selbständig und besteht aus einer Reihe von Schichten, die sich konzentrisch umschliessen. Der innere Weltkern ist von einer Eischale (aṇḍakaṭāha) umgeben wie die Kapittha-Frucht von der Schale. Dieselbe wird rings von einer Schicht dicken Wassers (ghanatoya) umschlossen, diese von einer Schicht dicken Feuers (ghanatejas), diese von einer Schicht dicker Luft (ghanavāta) und diese wieder von einer Ätherschicht (ākāśa). Jede äussere Schicht ist zehnmal so dick wie die nächst eingeschlossene. Diese fünf Schichten, die die Welt umgeben, entsprechen in ihrer Reihenfolge den fünf groben Elementen (mahābhūta) Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Die Ätherschicht wird wieder von dem Bhūtādi (d. i. dem Ahaṃkāra, Bewusstsein) und dieser von dem Mahān (d. i. Buddhi, Intellekt) umgeben. Jede dieser Schichten ist wieder je zehnmal so dick wie die vorhergehende. Das Ganze umgibt wiederum das unendliche nichtmanifestierte (ananta avyakta) Urprinzip, die Prakṛti, die die materielle Ursache der Welten bildet.