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Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t36.3

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t36.3

Language
German

c7.s2.t36.3

Die Sonne umläuft den Meru in einer Kreisbahn. Dieser Kreisbahnen gibt es im ganzen 180. Man hat sich dieselben wohl als eine grosse den Meru umgebende Spirallinie vorzustellen, die sich von diesem nach aussen immer weiter entfernt. Durchläuft die Sonne nun die Bahn, die dem Meru am nächsten ist (1.), so steht sie auch den Bewohnern Bhārata’s am nächsten, und dieser Tag ist der Tag des Sommersolstizes. Hat sie diese durchlaufen, so tritt sie in die nächste (2.), am 3. Tage in die folgende (3.) usw. bis sie nach 180 Tagen im Monate Māgha die äusserste (180.) erreicht hat. Die Sonne steht nun den Bewohnern Bhārata’s am weitesten entfernt, und der Tag ist der Tag des Wintersolstizes. Das erste Halbjahr (dakṣiṇāyana) ist vollendet. Dann wendet sich die Sonne wieder um und durchläuft am 2. Tage des 2. Halbjahrs (uttarāyaṇa) den zweitäussersten Kreis (179.), am 3. den nächsten (178.) usw., bis sie die innerste Kreisbahn wieder erreicht und das Jahr — es wird hierbei mit einem Jahr von 360 Tagen gerechnet — vollendet hat. Mit dem Betreten des innersten Kreises beginnt sie nun das zweite Jahr und so fort. Der 1. und der 180. Kreis entsprechen also den beiden Kreisen, die wir heutzutage als die beiden Wendekreise des Krebses und des Steinbocks bezeichnen.