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Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t36.4

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t36.4

Language
German

c7.s2.t36.4

Wenn man nun die oben angegebenen Zahlen über die Länge der beiden Achsen (15 700 000 und 45 500 Yojana) mit den Angaben über die Ausdehnung der ganzen Erde mit ihren Kontinenten und Meeren vergleicht, so ergibt sich, dass die Zahl 15 700 000 Yojana der Entfernung der Mitte des Mānasa-Gebirges von dem Rande des Jambūdvīpa entspricht und die kürzere Achse von 45 500 Yojana Länge 4500 Yojana kürzer ist als der Radius von Jambūdvīpa. Es besteht also eine Strecke von 4500 Yojana zwischen dem Rande von Jambūdvīpa und dem Ende der kürzeren Achse, der bei einer Umdrehung eine 4500 Yojana breite ringförmige Fläche am Rande von Jambūdvīpa entsprechen würde, die in Bhārata und Uttarakuru — beide sind bekanntlich 9000 Yojana breit — die halbe Breite der Varṣa einnimmt. Die beiden Endpunkte dieser 4500 Yojana langen Strecke dürfen wohl als die Entfernung der äussersten und innersten Sonnenbahn, d. i. der beiden Wendekreise bezeichnet werden. Die einzelnen Sonnenbahnen würden demnach also 4500/180 = 25 Yojana auseinander liegen, oder die Sonne würde jeden Tag 25 Yojana weiter nach Norden bezw. nach Süden vorrücken. Die Erklärung der beiden Achsen des Sonnenwagens findet ihre Parallele an der Theorie der Jaina, die hinsichtlich des Verhältnisses der Lage der Sonnenbahnen zum Jambūdvīpa (bezw. Bhārata) der Wahrheit etwas näher kommt. Und es läuft ja, roh betrachtet, der nördliche Wendekreis in Wirklichkeit beinahe durch die Mitte Indiens.