Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t47.4
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t47.4
- Language
- German
c7.s2.t47.4
An diese Aufzählung schliesst sich ein längerer Traktat, deren kurzer Inhalt folgender ist. Alle lebenden Wesen ohne Ausnahme müssen den Weg zu Yama’s Reich antreten, mögen sie nun aus dem Mutterleibe geboren oder auf irgend eine andere Weise ins Dasein getreten sein. Sie müssen alles hier auf Erden verlassen, wenn sie seinem Befehle folgen müssen. Hat der Mensch die ihm bestimmte Lebensspanne vollendet, so tritt auf irgend eine Weise, natürlich oder gewaltsam der Tod ein, ohne Rücksicht auf Geschlecht, Alter, Tageszeit, Zustand oder Lebenslage. Die Seele verlässt den alten Körper und zieht in einen neuen sogenannten Vergeltungsleib ein, der aus dem Karman der Handlungen ihres vergangenen Daseins entstanden und zur Übernahme der Folgen der Vergeltung für diese bestimmt ist. Der Gute hat einen angenehmen Tod, aber der Böse hat ein furchtbares Ende. Ist die Seele unter Schmerzen aus dem Körper ausgewandert, so kommen die Boten Yama’s, in deren Beschreibung von ihrem furchtbaren Aussehen der Text sich nicht genug tun kann, und schleppen ihn mit Gewalt und Schlägen auf einem ungangbaren und grausigen Wege zu der Stadt des Yama. Diese besteht aus Eisen, ist 100 000 Yojana breit, viereckig und hat goldene 10000 Yojana hohe Mauern.