Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t49: g) Padmapurāṇa
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t49
- Language
- German
g) Padmapurāṇa
c7.s2.t49.1
In der Höllenschilderung des Padmap. Uttarakhanda Adhy. 114. 1 ff. werden die folgenden sieben Höllen erwähnt: 1. Taptavāluka, 2. Andhatāmisra, 3. Krakaca, 4. Argala, 5. Kūṭaśālmali, 6. Raktapūya, 7. Kumbhīpāka. Alle Höllen sind furchtbar, und jede hat wieder sechs Abteilungen; im ganzen sind es also 42 Höllenabteilungen. Die Arten der Strafen in den einzelnen Höllen und die Sünden, die in ihnen bestraft werden, sind kurz folgende:
c7.s2.t49.2
1. Die Hölle Taptavāluka ist für jene, die Gäste, die von Hunger gequält ihr Haus betreten haben, nicht würdig aufnehmen, ferner für diejenigen, die den geistlichen Lehrer, das Feuer, Brāhmaṇen, Götter oder geweihte Personen mit Füssen gestossen haben. Die Sünder werden von Feuer verbrannt.
c7.s2.t49.3
2. In Andhatāmisra wird der Körper jener Sünder, die andere verletzt haben, von Würmern mit Mäulern, so spitz wie Nadeln, durchbohrt.
c7.s2.t49.4
3. In Krakaca werden die Bösen, die andere Menschen von Gattin und Kindern usw. oder andern geliebten Wesen getrennt haben, mit Sägen gespalten. Ihre Körper werden durch die Blätter des Schwertblätterwaldes (asipatravana) zerrissen.
c7.s2.t49.5
4. In Argala werden die Sünder, die gute Menschen und Brāhmaṇen usw. eingeschlossen haben, mit Stricken gebunden und mit Hämmern usw. geschlagen. An Hals und Händen usw. werden sie von den Dienern Yama's gequält.
c7.s2.t49.6
5. In der Hölle Kūṭaśālmali werden Ehebrecher, Diebe und Betrüger an glühenden Śālmali-Bäumen gequält.
c7.s2.t49.7
6. In Raktapūya werden die Menschen, die unerlaubte Speisen gegessen oder Schimpf und Verleumdung geübt haben, kopfunten verkocht (vipacyamānāḥ).
c7.s2.t49.8
7. In Kumbhīpāka werden die grossen Sünder in Öl usw. gesotten. Die Höllenknechte quälen sie viele Tausende von Jahren durch Aus- und Eintauchen.
c7.s2.t49.9
Diese 42 Abteilungen werden wieder in je 2, zusammen also 84 Teile geteilt, je nachdem die Sünden freiwillig (kāmāt) oder unfreiwillig (akāmāt) begangen worden sind. Die Sünde heisst im ersteren Falle „nass“ (ārdra), im letzteren „trocken“ (śuṣka).
c7.s2.t49.10
h) Patañjali: Yoga-sūtra.
c7.s2.t49.11
Im Kommentar des Vyāsa zu Patañjali's Yogasūtra¹ werden ohne nähere Erläuterung die sieben Höllen 1. Andhatāmisra, 2. Kālasūtra, 3. Mahāraurava, 4. Raurava, 5. Ambariṣa, 6. Mahākāla, 7. Avīci aufgezählt. Nach den Superkommentaren des Vācaspati und Nāgeśa sind diese Haupthöllen von sehr vielen Nebenhöllen (upanaraka) umgeben.
c7.s2.t49.12
¹ S. 149. Wörtlich in dem Kommentar des Nāgeśa zu Patañjali S. 167.
c7.s2.t49.13
i) Vāmanapurāṇa.
c7.s2.t49.14
Im Vāmanap. 11. 50 ff. werden 21 Höllen aufgezählt. Sie heissen:
c7.s2.t49.15
| 1. Raurava | 8. Asipatravana | 15. Karambhasikatā |
| 2. Mahāraurava | 9. Taptakumbha | 16. Kṣāranadī |
| 3. Tāmisra | 10. Kūṭaśālmali | 17. Kṛmibhojanā |
| 4. Andhatāmisra | 11. Karapatra | 18. Vaitaraṇī nadī |
| 5. Kālasūtra | 12. Śvānabhojana | 19. Śoṇitapūyabhojana |
| 6. Apratiṣṭha | 13. Samdamśa | 20. Kṣurāgradhāra |
| 7. Ghaṭīyantra | 14. Lohapiṇḍa | 21. Samśoṣaṇa |
c7.s2.t49.16
Diese 21 Höllen sollen auf dem Puṣkara-Kontinent liegen². Raurava hat einen Durchmesser von 2000 Yojana. Der Boden ist von glühendem Kupfer. Mahāraurava ist doppelt so gross wie Raurava. Asipatravana ist 72 000 Yojana gross. Von den übrigen Höllen werden keine Grössenangaben gemacht.
c7.s2.t49.17
² Siehe S. 121.
c7.s2.t49.18
In diese Höllen kommen jene, die Göttern und Brāhmaṇen Schimpf antun, den Inhalt der Purāṇa und Itihāsa nicht ehren, ihre geistlichen Lehrer beschimpfen, Opfer verhindern oder einen Wohltäter am Geben verhindern.
c7.s2.t49.19
Haben sich Freunde, Gatten, Brüder, Herrn und Diener, Väter und Söhne, Opferherrn und Lehrer eine schwere Pflichtverletzung gegeneinander zuschulden kommen lassen, oder hat jemand einem ein Mädchen gegeben und gibt es hernach einem anderen, so werden die Schuldigen mit Sägen (karapatra, 11. Hölle) gespalten.
c7.s2.t49.20
Diejenigen, die andern Schmerz (oder Hitze, upatāpa) bereiten, ihnen Sandel oder Uśīra (Namen einer wohlriechenden Wurzel) rauben, Wedel wegnehmen, die kommen nach Karaṃbhasikatā (15. Hölle).
c7.s2.t49.21
Wer von einem andern eingeladen an einem daiva-śrāddha und dann an einem paitṛka-śrāddha teilnimmt, wird von Vögeln mit scharfen Schnäbeln entzweigezerrt.
c7.s2.t49.22
Wer die Guten verletzt oder sie mit Worten beleidigt, den zerhacken Vögel mit ihren Schnäbeln.
c7.s2.t49.23
Wer über Fromme Verleumdungen ausstösst, dem reissen Vögel mit diamantnen Schnäbeln die Zunge aus.
c7.s2.t49.24
Diejenigen, die Vater, Mutter oder geistlichen Lehrer verachten, die werden kopfüber in einen Behälter mit Jauche, Kot und Urin eingetaucht¹ (Apratiṣṭha, 6. Hölle).
c7.s2.t49.25
¹ In dem tvakpratiṣṭha des Textes steckt zweifellos der Name Apratiṣṭha.
c7.s2.t49.26
Jene, die essen, wenn Götter oder Gastfreunde zugegen sind oder Kinder, Eltern oder Agni noch nicht gegessen haben, die geniessen Blut, Eiter und Schweiss (Śoṇitapūyabhojana, 19. Hölle). Sie werden geboren mit einem Munde, so klein wie eine Nadel und mit einem Körper, so gross wie ein Berg.
c7.s2.t49.27
Die, welche andern etwas Unrechtes (viṣama) zu essen geben, kommen in die Hölle Viḍbhojana.
c7.s2.t49.28
Diejenigen, die mit einer Karawane reisen und mit Bedürftigen ihre Speise nicht teilen, sondern sie allein verzehren, kommen nach Śleṣmabhojana.
c7.s2.t49.29
Wer mit unreinen Händen Kühe, Brāhmaṇen oder das Feuer mutwillig berührt, wird in die Hölle Taptakumbha (9. Hölle) geworfen²).
c7.s2.t49.30
² Wörtlich: deren Hände werden nach Taptakumbha geworfen.
c7.s2.t49.31
Diejenigen, die unrein sind und mutwillig Sonne, Mond und Sterne besehen, in deren Augen wird von den Dienern Yama's Feuer geblasen.
c7.s2.t49.32
Jene Männer, die die Ehefrau des Freundes, die Mutter, den Vater, den ältesten Bruder, die Schwester, die Schwiegertochter, Lehrer oder Greise mit dem Fusse berührt haben, die werden, die Füsse mit glühenden Fussketten gefesselt, nach Raurava geworfen (1. Hölle).
c7.s2.t49.33
Den Männern, die Milchreis, Kṛśarā, Fleisch nach Belieben geniessen, denen werden glühende Eisenkugeln in den Mund gestopft (Lohapiṇḍa, 14. Hölle).
c7.s2.t49.34
Den Bösen, die ständig Schmähungen gegen Lehrer, Götter, Brāhmaṇen und Veden anhören, werden von den Dienern Yama's glühende kupferne Keile durch die Ohren gebohrt.
c7.s2.t49.35
Denjenigen, die Brunnen, Tempel, Lustgärten, Brāhmaṇenhäuser, Hallen, Zellen, Teiche, Brunnen und Seen zerstören, wird mit ganz scharfen Scheren die Haut vom Leibe gezogen.
c7.s2.t49.36
Den Menschen, die Kühe, Brāhmaṇen, Sonnenstrahlen oder Feuer mit Urin beflecken, reissen Vögel die Eingeweide aus dem Leibe.
c7.s2.t49.37
Wer nur auf seine eigene Ernährung bedacht ist und die arme Schar seiner Verwandten, Söhne, Diener oder Ehefrauen während einer Hungersnot oder sonstigen allgemeinen Verwirrung im Stich lässt, gerät in die Hölle Śvayoni.
c7.s2.t49.38
Diejenigen, die einen Schutzflehenden im Stich lassen und die Gefangenen bewachen, die werden in Yantrapītha von den Höllenknechten geschlagen.
c7.s2.t49.39
Die Bösen, die Brāhmaṇen usw. bei Opferhandlungen quälen, die werden an einem Felsen zermalmt und gedörrt.
c7.s2.t49.40
Die Schlechten, die Anvertrautes rauben, werden mit Fesseln gebunden und fallen, von Hunger ausgedörrt, mit trockenem Gaumen und trockenen Lippen in die Hölle Vṛśeikāśana.
c7.s2.t49.41
Die Bösewichter, die sich zur Zeit der Parvan’s paaren oder in andere Weiber verliebt sind, müssen den glühenden mit Spitzen versehenen Śālmali-Baum umarmen (10. Hölle).
c7.s2.t49.42
Wenn Brāhmaṇen gelernt haben, nachdem sie den Lehrer erniedrigt haben, so soll dieser mit dem Kopfe einen Stein in Bewegung setzen.
c7.s2.t49.43
Diejenigen, die Harn, Schleim, Kot im Wasser entleeren, die fallen in die Hölle Viṇmūtra, die übelriechend und mit Eiter angefüllt ist.
c7.s2.t49.44
Diejenigen Menschen, die auf der Erde bei einem Totenmahl Gastfreundschaft geboten haben, die essen gegenseitig ihr eigenes Fleisch.
c7.s2.t49.45
Wer den Veda, das Feuer, den geistlichen Lehrer oder die Eltern im Stich lässt, wird von den Dienern Yama’s von einer Bergspitze herabgestürzt.
c7.s2.t49.46
Die Gatten von Witwen und die Mädchenschänder, sowie jener, der an dem Totenmahle eines Embryo desselben teilgenommen hat, sollen Würmer und Ameisen essen (Kṛmibhojana, 17. Hölle).
c7.s2.t49.47
Jener, der von einem Caṇḍāla oder einem Mitglied der untersten Kaste einen Opferlohn annimmt, sei er Opferpriester oder Opfernder, soll ein Insekt in einem Steine werden.
c7.s2.t49.48
Diejenigen, die üble Nachrede üben (wörtlich: jemandes Rückenfleisch verzehren) und von dem Gesagten ihren Lebensunterhalt haben, werden in die Hölle Vṛkabhakṣa geschleudert.
c7.s2.t49.49
Wer Geld stiehlt, einen Brāhmaṇen tötet, Branntwein trinkt, das Ehebett des Lehrers besteigt, Kühe oder Land raubt, Weiber und Kinder tötet oder der Brāhmaṇe, der Kühe, Soma oder die Veden verkauft, oder wer ein Falschzeuge oder unlauter ist oder stets die Vorzeichen vernichtet, kommt nach Mahāraurava (2. Hölle) 10000 Jahre, ebensolange nach Tāmisraka (3. Hölle), ebensolange nach Andhatāmisra (4. Hölle), dann nach Asipatravana (8. Hölle), ebensolange nach Ghaṭīyantra (7. Hölle) und dann nach Taptakumbha (9. Hölle).
c7.s2.t49.50
k) Varāhapurāṇa.
c7.s2.t49.51
Varāhap. 200 werden folgende acht Höllen aufgezählt: 1. Tapta, 2. Mahātapta, 3. Mahāraurava, 4. Raurava, 5. Saptatāla, 6. Kālasūtra, 7. Andhakāra und 8. Andhakārapara. Von diesen Höllen wird dann noch gesagt, die erste einfach, die zweite zweifach, die dritte dreifach, die vierte vierfach, die fünfte fünffach, die sechste sechsfach, die siebte siebenfach und die achte achtfach sei.
c7.s2.t49.52
Aufzählung und Schilderung der Höllen nach dem Varāhapurāṇa.
c7.s2.t49.53
Tag und Nacht gehen Verstorbene den Weg zur Hölle. Den Unglücklichen entsteht hier nur Unglück und aus diesem noch grösseres Leid. Das Unglück ist hier das Glück, und durch kein Mittel kann etwas Glück hierhin gebracht werden. Todesarten sind hier selten, und bis zum Ende ihres Leidens erfahren die Verdammten mit allen Sinnen nur Unangenehmes. Der glühende Erdboden trägt überall spitze glühende Eisenstacheln, und der Luftraum ist mit Scharen von Vögeln mit feurigen Zungen angefüllt. Hitze und Kälte haben hier die höchsten Grade, und Hunger und Durst sind hier äusserst furchtbar. Hat der Verdammte den Wunsch zu trinken, so führen ihn die Rākṣasa zu einem Teiche, der mit Lotusblumen verziert und von Schwänen und Wasservögeln bewohnt erscheint. Hat er sich mit Hast hineingestürzt, so ist das Wasser plötzlich heiss geworden, so dass er ganz verbrüht. In diesem Zustande schleppen ihn die Rākṣasa alsdann zum Salzwasserteich, in dem ihn viele Fische allseitig anfressen. Ist er nach einiger Zeit mit Mühe und Not dieses Qual entronnen und hat eine Strecke zurückgelegt, so entsteht ihm wiederum das Fleisch zu neuer Pein.
c7.s2.t49.54
Hier ist Karīṣagarta, Kumbhīpāka, Padmapatrākṛti¹) und Peśī. Rākṣasa zerreissen mit Sägen die Sünder unter furchtbarem Geschrei. Hier ist der Asipatra-Wald und der Śṛṅgāṭaka-Wald. Hier sind Plätze (? śṛṅgāṭaka) mit glühendem Sande bedeckt (miśrita). Unnahbare schwarze und scheckige Hunde fressen die Verdammten, und Schlangen und Skorpionen ähnliche Tiere ergreifen sie. Hier ist ferner der Śālmalī-Baum mit seinen umgekehrt gerichteten Dornen. Die Toten müssen hier den furchtbaren Fluss, der voll von Schlangen ist, durchschreiten. Karambhavālukā ist 100 Yojana lang und gleicht einer Feuerflamme. Dann kommt der Fluss Vaitaraṇī mit seinem Salzwasser, 50 Yojana breit und 5 Yojana tief, mit tiefem Schlamm, zerstörend Fell, Fleisch und Knochen. Darin wohnen furchtbare Krebse mit Scheeren aus Diamant, und Eulen, die einen Dhanu gross sind, zerbrechen ihnen mit ihren diamantenen Zungen die Knochen. Sind sie mit Mühe aus Yojana-tiefem Schlamm herausgekommen, so wohnen einige in dem „öden Hause“ (śūnyāgāra), das ohne Stütze ist. Scharen von Mäusen fressen sie hier wiederholt bis auf die Knochen auf, und am Morgen erneuert ein Windstoss den Gerippen ihr Fleisch wieder. Eine Gavyūti vom Eingang in den Śūnyāgāra entfernt liegt der Sahakāra-(Mango-)Wald, den furchtbare Vögel bewohnen, die den Verdammten Haut, Fleisch, Kopfhaar, Augen und Ohren rauben. Südlich von ihm, nicht weiter als drei Yojana entfernt, steht ein Feigenbaum (vaṭavṛkṣa), in seiner Glut wie eine Wolke in der Morgendämmerung leuchtend. Der berühmte „Ofen des Yama“ (Yamacullī) ist 10 Yojana breit, 100 Yojana lang und 3 Yojana tief, stets glühend und mit Rauch verdunkelt. Zu Tausenden und Millionen werden die Seelen in ihn hineingeworfen. Einen Monat weilen sie in demselben, in ihm herumwandernd. Dann kommt der Fluss Śakunikā, der Fett und Speck mit sich führt, schnell dahinfährt und in der Höhlung des Ofens aufhört. Haben sie diesen mit Mühe überschritten, so kommen die „sieben Qualen“ (yātanāḥ saptakāḥ), jede einzelne furchtbar und schwer zu überstehen. Hier sind zehn Schlingpflanzen, Bratspiesse und dreizehn Kochtöpfe, und hier geht für den Gepeinigten eine böse Tagnacht vorbei. Von den erbarmungslosen Rākṣasa wird er am Spiess über rauchlosen Kohlen gebraten. Kopfunten wird er in Śuṣkodapāna und Dhūma aufgehängt, in Tikṣṇataila wird er geglüht, in Kaṭāhī wird er gekocht und in Karīṣagarta wiederum mit Fettfeuer geschmort. In jeder Abteilung wird er an den Bratspiessen usw. zehn Tage gequält. Ist er mit Not den „sieben Qualen“ entronnen, so kommt in einer Entfernung von drei Yojana der Fluss des Yama (Yamanadī), flüssiges Zinn als Wasser führend. Hat er diesen mit Mühe überschritten, so geht er eine Strecke weiter, nachdem er sich eine Stunde erholt hat. Zu einem lieblichen Teich mit kaltem Wasser und kühlen Hainen sucht er zu entrinnen (mokṣate). Hier erlangt er alle Wünsche; der Teich heisst „die Schwester Yama’s“ (bhaginī Yamasya). Alle Sünder erlangen hier Speise und Nahrung. Er vergisst aber alles, wenn er drei Tage hier geweilt hat. Dann kommt der Berg Śūlagraha, 100 Yojana hoch, ohne Zuflucht für die Wesen, sondern ein einziger Stein. Hier fällt stets Regen von heissem Wasser. Diesen übersteigt der Mensch mit Mühe in einem Tage und einer Nacht. Einen Rasenplatz sehen sie hier mit Namen Śṛṅgāraka-Wald, voll von schwarzen Fliegen und Bremsen. Diese berühren und stechen ihn, er erhält das Aussehen eines Wurmes und träufelt von Fleisch und Blut. Ist er von hier mit Mühe entwichen, erfährt er eine andere Pein. Er sieht, wie seine Eltern, Weiber und Söhne geschlagen werden, schreien und das Bewusstsein verlieren. Wenn er dieses grosse Leid gesehen hat, gerät er in Verwirrung ¹).
c7.s2.t49.55
¹ Der Text Padmapatrākṛtis tasya ist zweifellos in Padmapatrākṛtis tatra zu verbessern, analog den übrigen „tatra“.
c7.s2.t49.56
¹ Die Stelle ist nicht ganz klar und enthält zweifellos textliche Korruptionen.
c7.s2.t49.57
Der Text schildert dann weiterhin, welche Verkörperungen die aus der Hölle entlassenen Sünder später der Reihe nach zu durchlaufen haben, erwähnt auch noch einige Leiden, mit denen ihre Körper später behaftet sind.
Linked texts (4)
- Vāmanapurāṇa — Vyāsa, Sanskrit
- Padmapurāṇa — Vyāsa, Sanskrit
- Varāhapurāṇa — Vyāsa, Sanskrit
- Yogasūtra — Patañjali (author of the Yogasūtra), Sanskrit