Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t49.53
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t49.53
- Language
- German
c7.s2.t49.53
Tag und Nacht gehen Verstorbene den Weg zur Hölle. Den Unglücklichen entsteht hier nur Unglück und aus diesem noch grösseres Leid. Das Unglück ist hier das Glück, und durch kein Mittel kann etwas Glück hierhin gebracht werden. Todesarten sind hier selten, und bis zum Ende ihres Leidens erfahren die Verdammten mit allen Sinnen nur Unangenehmes. Der glühende Erdboden trägt überall spitze glühende Eisenstacheln, und der Luftraum ist mit Scharen von Vögeln mit feurigen Zungen angefüllt. Hitze und Kälte haben hier die höchsten Grade, und Hunger und Durst sind hier äusserst furchtbar. Hat der Verdammte den Wunsch zu trinken, so führen ihn die Rākṣasa zu einem Teiche, der mit Lotusblumen verziert und von Schwänen und Wasservögeln bewohnt erscheint. Hat er sich mit Hast hineingestürzt, so ist das Wasser plötzlich heiss geworden, so dass er ganz verbrüht. In diesem Zustande schleppen ihn die Rākṣasa alsdann zum Salzwasserteich, in dem ihn viele Fische allseitig anfressen. Ist er nach einiger Zeit mit Mühe und Not dieses Qual entronnen und hat eine Strecke zurückgelegt, so entsteht ihm wiederum das Fleisch zu neuer Pein.