Pramāṇa · Search · About · API

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c8.s2.t2.1

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c8.s2.t2.1

Language
German

c8.s2.t2.1

Das Weltbild der älteren Zeit, wie wir es im vorangehenden aus den verhältnismässig wenigen Stellen und Andeutungen des Palikanons rekonstruiert haben, wurde wesentlich modi- fiziert durch das Auftreten der Idee von den Ringgebirgen und Ringmeeren. Unter den Ring- gebirgen versteht man sieben grosse, durch Ringmeere getrennte goldene Gebirgsringe um den Meru als Zentrum, deren Höhe und Entfernung von einander nach innen hin in geometri- scher Progression zunehmen. Ihnen entsprechend verhält es sich dann auch mit der Tiefe und Breite der sie trennenden Ringmeere. Diese Spekulation und die durch sie erfolgte Än- derung des Erdbildes ist eine so eigenartige, dass sie in der ältesten Zeit des Buddhismus nicht bestanden haben könnte, ohne Spuren in den kanonischen Schriften (mit Ausnahme der Jātaka) zu hinterlassen, besonders da man sich ihre Nichterwähnung an manchen Stellen gar nicht erklären kann, sie anderseits bei den so häufig vorkommenden Vergleichen sehr gute Vergleichsmomente abgegeben hätten.