Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c8.s2.t2: B. Die Erde nach den Anschauungen der jüngeren Zeit
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c8.s2.t2
- Language
- German
B. Die Erde nach den Anschauungen der jüngeren Zeit
c8.s2.t2.1
Das Weltbild der älteren Zeit, wie wir es im vorangehenden aus den verhältnismässig wenigen Stellen und Andeutungen des Palikanons rekonstruiert haben, wurde wesentlich modi- fiziert durch das Auftreten der Idee von den Ringgebirgen und Ringmeeren. Unter den Ring- gebirgen versteht man sieben grosse, durch Ringmeere getrennte goldene Gebirgsringe um den Meru als Zentrum, deren Höhe und Entfernung von einander nach innen hin in geometri- scher Progression zunehmen. Ihnen entsprechend verhält es sich dann auch mit der Tiefe und Breite der sie trennenden Ringmeere. Diese Spekulation und die durch sie erfolgte Än- derung des Erdbildes ist eine so eigenartige, dass sie in der ältesten Zeit des Buddhismus nicht bestanden haben könnte, ohne Spuren in den kanonischen Schriften (mit Ausnahme der Jātaka) zu hinterlassen, besonders da man sich ihre Nichterwähnung an manchen Stellen gar nicht erklären kann, sie anderseits bei den so häufig vorkommenden Vergleichen sehr gute Vergleichsmomente abgegeben hätten.
c8.s2.t2.2
Bezeichnung der Ringgebirge und Ringmauern. Diese Ringgebirge werden Jātaka 6 S. 125 paribhaṇḍapabbata „Gürtelgebirge“ und 6 S. 432 werden die Ringmeere paribhaṇḍasāgara „Gürtelmeere“ genannt. Dhammapāla nennt in seinem Kommentar Paramatthadīpanī 4 S. 135 den Yugandhara usw. bhūmipaṭibandhaṭṭhāna „Erdringplätze“. Nach den Jātaka 6 S. 125 heissen die Ringmeere Sīdantara-Meere. In den Sanskritschriften führen die Ringgebirge vielfach die Bezeichnung cakravāḍa, die auch dem äussersten die ganze Welt umgebenden Felsring beigelegt wird, z. B. Lalita-Vistara S. 134, 153, 277, 316, Mahāvastu 1 S. 6, 2 S. 100.
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Namen der Ringgebirge; ihre Reihenfolge. Hinsichtlich der Reihenfolge der Namen der einzelnen Ringgebirge werden verschiedene Versionen berichtet. Die Abweichung in den einzelnen Aufzählungen scheint aber keine willkürliche zu sein, sondern auf gewissen Spekulationen zu beruhen. Über Art und Richtung dieser Spekulationen können vor der Hand aber nur Vermutungen aufgestellt werden. Die verschiedenen Aufzählungen, die mir begegnet sind, sind nun folgende:
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| | I. Jātaka g. 6 S. 125 | II. Atthasālini S. 297/8 Hardy: Manual S. 12¹) | III. Divyāvadāna S. 216/7 Beal: Catena S. 45 | IV. Mahāvastu 2 S. 300 |
| 1 | Assakaṇṇa | Yugandhara | Yugandhara | Nimindhara |
| 2 | Vinataka | Īsadhara | Īṣadhāra | Yugandhara |
| 3 | Nemindhara | Karavīka | Khadiraka | Isāmdhara |
| 4 | Yugandhara | Sudassana | Sudarśana | Kadiraka |
| 5 | Īsadhara | Nemindhara | Aśvakarṇa | Aśvakarṇa |
| 6 | Karavīka | Vinataka | Vinataka | Vinataka |
| 7 | Sudassana | Assakaṇṇa | Nimindhara | Sudarśana |
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¹ s. auch Pallegoix S. 431 ff.
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In diesen Aufzählungen hat man sich die unter Nr. 1 angeführten Ringgebirge als die innersten, die unter Nr. 7 angeführten als die äussersten zu denken. Die Aufzählung der Jātaka (I) ist vielleicht die älteste, jünger sind möglicherweise die Aufzählungen II und III, die Reihenfolge des Mahāvastu ist wahrscheinlich eine fehlerhafte und die 2 S. 146. 18 angedeutete Aufzählung (Yugandharaprabhṛtayaḥ . . .) erinnert an die Reihenfolge der Liste III. Ferner deutet die Stelle Jātaka 4 S. 265 vielleicht auf die Reihenfolge der Liste II hin ²).
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² Meine Vermutungen über die abweichenden Angaben in der Reihenfolge der Ringgebirge will ich hier mitteilen. Wie weiter unten ausgeführt werden soll, wird das Yugandhara-Ringgebirge mit der Sonne in Verbindung gebracht. Dies führt auf den Gedanken, dass auch die anderen sechs Ringgebirge mit den übrigen sechs Planeten der Alten in irgend einer Beziehung stehen könnten. Die einzelnen Aufzählungen der Ringgebirge mit ihrer wechselnden Reihenfolge würden alsdann auf verschiedene Planetenlisten zurückgeführt werden müssen. Würde nun die unter I angegebene Reihenfolge der Ringgebirge der uns geläufigen Reihenfolge der Planeten Mond, Merkur, Venus, Sonne usw. entsprechen, also Sudassana dem Monde usw., und endlich Assakanna dem Saturn, so würde Liste II beginnend mit Nr. 1 auf die Planetenfolge Sonne, Venus, Merkur, Mond, Mars, Jupiter, Saturn zurückgehen. Liste III würde dann die Planetenfolge Sonne, Venus, Merkur. Mond, Saturn, Jupiter, Mars
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In China hat der Buddhismus die Anzahl der Ringmauern auf zehn erhöht ¹).
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Sowohl der Meru wie auch die Ringgebirge stehen mit ihrer unteren Hälfte im Meere. Der Assakaṇṇa resp. Yugandhara oder Nimindhara ragt nur 42 000 Yojana aus demselben hervor. Das von ihm eingeschlossene Ringmeer hat am Meru eine Tiefe von 84 000 Yojana, nimmt dann nach dem Ringgebirge hin bis auf die Hälfte ab. Auch die Breite dieses Ringmeeres beträgt 84 000 Yojana. In dieser Weise nehmen Höhe der Ringgebirge und Breite des Meere ab, bis der äusserste Ring nur mehr mit einer Höhe von 656¹/₄ Yojana aus dem Meere hervorragt. Jenseits des siebten äussersten Felsenringes breitet sich der grosse Ozean aus (Jātaka 6 S. 125: ete Sīdantare nagā anupubbasamuggatā . . .).
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¹ Remusat S. 81 f.
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Die Ringgebirge sind mit den verschiedensten Edelsteinen verziert, sie sind die Wohnsitze der vier Weltkönige und werden von Deva und Yakṣa besucht (Atthasālīnī S. 298: . . . nānaratanacittitā . . . mahārājānam āvāsā devayakkhanisevitā . . ., Jātaka 6 S. 125c: . . . ete catunnaṃ mahārājānam āvāsā . . .). Nach dem Divyāvadāna S. 216—17 sind die sieben Ringgebirge aus Gold (Sumeruḥ parvatarājā saptakāñcanaparvataparivṛtaḥ . . .).
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Was in den jüngeren buddhistischen Schriften über den Meru und den Yugandhara-Bergring im einzelnen berichtet wird — von den übrigen Ringgebirgen wird nichts weiter gesagt —, ist folgendes: Dhammapada-Aṭṭhakathā S. 107 wird die gleiche Höhe für den Meru angegeben wie in der oben angegebenen Stelle Aṅguttara-Nikāya 4 S. 100, nämlich 168 000 Yojana (aṭṭhasatthiyojanasahassubbedhaṃ Sineruṃ . . .). Er besteht aus Gold und wird deshalb suvaṇṇapabbata (suvarṇapabbata), kañcanapabbata, kanakagiri „Goldberg“ genannt; s. Jātaka 3 S. 247, 5 S. 432, Jātakamālā (Sac. Books of the Buddhists 1) S. 4, 58, 66, 69, Mahāvastu 3 S. 344. Nach Lalita-Vistara S. 120 besteht seine Spitze aus Edelsteinen und Diamant. In noch jüngerer Zeit bildete sich allgemein die Ansicht aus, dass er aus verschiedenen Metallen besteht, und zwar der östliche Teil aus Silber, der südliche aus Saphir, der westliche aus Korallen, nach andern aus Krystall, und der nördliche aus Gold, ähnlich wie es die Purāṇa lehren ²). Für die Zwischengegenden gibt Hardy auch noch Farbenunterschiede an, die aber mehr Farbenübergänge darstellen, und zwar ist der Nordost goldgrün, die Südost blassblau, der Südwest blau und der Nordwest goldgelb.
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² s. Koeppen 1 S. 232; Hardy: Manual S. 11, Legends S. 231.
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Auf der Gipfelfläche breitet sich die Götterwelt der Tāvatiṃsa (Trāyastriṃśa) aus, die untere ist das Reich der Asura, jener genau entsprechend. Wie sich in jener der Baum Pāricchattaka findet, blüht hier der Wunschbaum Citta pāṭalī (Jātaka 1 S. 202: Asurabhavanaṃ nāma Sinerussa heṭṭhimatale tāvatiṃsadevalokappamāṇaṃ eva, tattha devānaṃ Pāricchattako viya Cittapāṭalī nāma kappaṭṭhiyarukkho hoti . . . Atthasālīnī S. 298: . . . asurānaṃ cittapāṭalīyā, . . . Tāvatiṃsesu pāricchattakassā ti). Diese Ansicht ist insofern interessant, als man in älterer Zeit offenbar ähnliche Räume unter der Erde annahm, wie es im brāhmaṇischen System die Pātāla sind, jedoch wurde dieselbe später verdrängt; denn nach Hardy und andern ruht der Meru auf dem 30 000 Yojana hohen dreigipflichen Trikūṭa-Felsen, der seinerseits wieder auf der 240 000 Yojana dicken silāpathavī (Felserde) aufliegt. Auf den räumlichen Dualismus zugrunde liegen, eine Folge, wie sie bei den Mandäern bekannt war, aber auch vereinzelt im Syrischen und Jüdischen belegt ist. Siehe W. Brandt: Mandäische Schriften. Göttingen 1893, S. 45, 85; E. Schrader: Die Keilschriften und das Alte Testament. 3. Aufl. Berlin 1903, S. 623 f.; Th. Nöldeke bei P. Jensen in: Zeitschrift f. deutsche Wortforschung 1 S. 156.
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lismus in älterer Zeit weist auch die Stelle Jātaka 1 S. 204c hin, die ich wegen ihrer Länge hier nicht zitieren kann. Darnach hat der Meru fünf Etagen, auf denen von Śakra auf der untersten die Nāga, auf der zweiten die Suparṇa, der dritten die Dānava und Rākṣasa, der vierten die Yakṣa und der fünften die Mahārāja zum Schutz gegen die Asura stationiert sind.
c8.s2.t2.16
Der Yugandhara in Verbindung mit der Sonne gebracht Der Yugandhara wird in Verbindung mit der Sonne gebracht. Jātaka 1 S. 119 wird von Buddha gesagt, dass er die für einen Buddha charakteristischen sechsfarbigen Strahlen aussende wie die eben aufgegangene Sonne, wenn sie von der Höhe des Yugandhara-Gebirges die Tiefen des Meeres erleuchte (... aṇṇavakucchim obhāsayamāno Yugandharamatthake bālasuriyo viya...). Auch Jātaka 4 S. 213 wird dieser in ähnlicher Weise mit der Sonne in Verbindung gebracht (... suriyena saddhim javissāmā ti suriye anuggate yeva gantvā Yugandharamatthake nisīdimsu...), ebenso Dhammapālaparamaṭṭhadīpanī 3 S. 137: „Leuchtend wie die junge Sonne auf dem Yugandhara-Gebirge...“ (... Yugandharapabbate bālasuriyo viya virocamāno...).
c8.s2.t2.17
Der grosse Ozean und die Weltinseln. Den siebten, äussersten Bergring umspült der grosse Ozean. In diesem liegen nach den Hauptpunkten der Windrose die vier ausdrücklich als Inseln (dīpa, dvīpa) bezeichneten Weltteile Pūrvavideha (Osten), Jambūdvīpa (Süden), Aparagodānīya (Westen) und Uttarakuru (Norden) ¹).
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¹ z. B. Jātaka 6 S. 278/91 Dhammapālaparamaṭṭhadīpanī S. 104, Mahāvastu 3 S. 378, 2 S. 68, 158 usw.
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Beschreibung des Jambūdvīpa. In Jambūdvīpa ist das höchste Gebirge der Himavat, der nach Aṭṭhasālīnī S. 297/8 500 Yojana hoch und 3000 Yojana breit und lang ist. Er hat 84 000 Gipfel (... yojanānam satān’ ucco Himavā pañca pabbato | yojanānam sahassāni tīni āyatavitthato | caturāsītisahassehi kūtehi paṭimaṇḍito). Auf demselben erhebt sich der Jambū-Baum, 100 Yojana breit und hoch. Seine Zweige sind 50 Yojana lang und haben einen Umfang von 15 Yojana. Von ihm führt der Kontinent seinen Namen (tipañca yojanakkhandhāparikkhepā nagavhayā, | paññāsa yojanakkhandhasākhāyāmā samantato. | Satayojanavitthiṇṇā tāvad eva ca uggatā | jambū yassānubhāvena Jambudīpo pakāsito ||). Wie die Aṭṭhasālīnī an dieser Stelle noch weiterhin ausdrücklich versichert, entspricht dem Jambū-Baum in Aparagoyāna ein Kadamba-, in Pubbavideha ein Sirīsa- und in Uttarakuru der Wunsch-Baum. In der Götterwelt soll ihm ein Pāricchataka-, in der Welt der Asura ein Cittapāṭaliyā- und in der der Garuḍa ein Simbali-Baum entsprechen (yañ c’etaṃ jambuyā pamāṇaṃ etad eva asurāṇaṃ cittapāṭaliyā, garuḷānaṃ simbalirukkhassa, Aparagoyāne kadambarukkhassa, Uttarakurū kapparukkhassa, Pubbavidehe sirīsassa, Tāvatiṃsesu pāricchattakassa ti). Nur in Jambūdvīpa werden Boddhisattva geboren, wie das Lalita-Vistara S. 19 angibt (na bodhisattvāḥ pratyantadvīpā upapadyante na Pūrvavidehe... atha tarhi Jambūdvīpa evopapadyante).
c8.s2.t2.20
Das Mahāvastu erwähnt 1 S. 212 f. eine Reihe von Völkern des Jambūdvīpa: die Aṅga, Avanti, Assaka, Kamboja, Kuru, Koliya, Gandhāra, Ceti, Pañcala, Magadha, Maccha, Vaṅga, Vansa, Vajji, Śūrasena. Diese Aufzählung stimmt fast mit der des Aṅguttara-Nikāya 1 S. 21 überein.
c8.s2.t2.21
Uttarakuru. Uttarakuru ist das Land der Seligen, und seine Bewohner führen ein göttergleiches Dasein. Sie betreiben keinerlei Tätigkeit, sondern erhalten alles, was sie wünschen, vom Wunschbaum.
c8.s2.t2.22
Dimensionen der Weltinseln. Über die Grösse der Weltinseln macht das Lalita-Vistara S. 149/50 noch einige Angaben. Darnach hat der Jambūdvīpa eine Länge von 7000, Aparagodānīya von 8000, Pūrvavideha von 9000 und Uttarakuru von 10 000 Yojana (. . . anena praveśenāyaṃ Jambūdvīpaḥ saptayojanasahasrāṇi, Godānīyo ’ṣṭau yojanasahasrāṇi, Pūrvavideho nava yojanasahasrāṇi, Uttarakurudvīpo daśayojanasahasrāṇi . . .).
c8.s2.t2.23
Jeder Kontinent wird noch von kleineren Inseln umgeben. Der südliche Buddhismus nimmt an, dass die Gesamtsumme dieser Inseln 2000 betrage, wie Dhammapāla in seiner Paramatthadīpanī 4 S. 104 ausführt (. . . dvisahassaparittādīpaparivārāṇaṃ Jambudīpādīnaṃ catunnaṃ mahādīpānaṃ issariyaṃ). Demgegenüber nehmen die Nordbuddhisten nur acht kleinere Inseln an, die je zwei und zwei zu einem grossen Kontinent gehören und auch dessen Gestalt haben ¹). Nach allgemeiner Ansicht der späteren Zeit ist nämlich Jambūdvīpa dreieckig, Uttarakuru viereckig, Pūrvavideha halbmondförmig und Aparagodānīya kreisrund, und auch ihre Bewohner sollen die gleichen Merkmale in ihrer Gesichtsform tragen. Was die spätere Zeit an Einzelheiten über die einzelnen Weltteile noch geleistet hat, wird man in der oben angeführten Literatur ausführlich vorfinden.
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¹ Beal: Catena S. 35 ff.
c8.s2.t2.25
Das ganze Weltall wird rings vom grossen Cakravāla-Felswall umgeben. Derselbe steht nach Atthasālini S. 297 82 000 Yojana tief im grossen Ozean, ebensoviel reicht er über denselben hervor (dveasīti sahassāni ajjhogaḷho mahannave, accuggato tāvad eva cakkavāḷasiluccayo, parikkhipittā taṃ sabbaṃ lokadhātu-m-ayaṃ thito ti). Der Durchmesser des Cakravāla-Felsens beträgt nach demselben Text 1 203 450 und der Umfang desselben 3 610 050 Yojana (eigentlich müsste es nach der indischen Rechenmethode: π = 3 heissen: 3 610 350 Yojana) (Atthasālini S. 297: ekaṃ hi cakkavālaṃ āyāmato ca vitthārato ca yojanānaṃ dvādasasatasahassāni catuttiṃsa satāni paññāsañ ca yojanāni, parikkhepato. Sabbaṃ satasahassāni chatṭiṃsa parimaṇḍalaṃ dasa ceva sahassāni adḍhuḍḍhāni satāni ca). Hinsichtlich dieser Zahlenangaben finden sich bei den Buddhisten manche Abweichungen.
c8.s2.t2.26
Der Meru, die Ringgebirge, Weltinseln, Meere und der Cakravāla-Felsen ruhen auf einer 240 000 Yojana dicken Erdschicht, diese wieder auf einer 480 000 Yojana dicken Wasserschicht und auf einer 960 000 Yojana dicken Luftschicht, das ganze auf dem leeren Raume (Atthasālini S. 297: dve satasahassāni nahutāni ca | ettakaṃ bahalattena saṅkhātā ’yaṃ vasundharā, || tassa yeva sandhārakam: cattāri satasahassāni aṭṭh’ eva nahutāni ca, | ettakaṃ bahalattena jalam vāte paṭiṭṭhitam. || tassa pi sandhārako: nava satasahassāni māluto mahamto, | saṭṭhiñ c’ eva sahassāni esā lokassa saṇṭhiti. | Jātaka 1 S. 321: . . . catunahutādhikāni dveyojanasatasahassāni bahalaghanapathaṃvī . . . 6 S. 486: . . . catunahutādhikaviyojanasatasahassabahala ayaṃ pathavī . . .).
Linked texts (5)
- Jātaka — Pāli
- Mahāvastu — Sanskrit
- Divyāvadāna — Sanskrit
- Aṅguttaranikāya — Pāli
- Jātakamālā — Āryaśūra, Sanskrit