Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c8.s2.t2.12
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c8.s2.t2.12
- Language
- German
c8.s2.t2.12
Was in den jüngeren buddhistischen Schriften über den Meru und den Yugandhara-Bergring im einzelnen berichtet wird — von den übrigen Ringgebirgen wird nichts weiter gesagt —, ist folgendes: Dhammapada-Aṭṭhakathā S. 107 wird die gleiche Höhe für den Meru angegeben wie in der oben angegebenen Stelle Aṅguttara-Nikāya 4 S. 100, nämlich 168 000 Yojana (aṭṭhasatthiyojanasahassubbedhaṃ Sineruṃ . . .). Er besteht aus Gold und wird deshalb suvaṇṇapabbata (suvarṇapabbata), kañcanapabbata, kanakagiri „Goldberg“ genannt; s. Jātaka 3 S. 247, 5 S. 432, Jātakamālā (Sac. Books of the Buddhists 1) S. 4, 58, 66, 69, Mahāvastu 3 S. 344. Nach Lalita-Vistara S. 120 besteht seine Spitze aus Edelsteinen und Diamant. In noch jüngerer Zeit bildete sich allgemein die Ansicht aus, dass er aus verschiedenen Metallen besteht, und zwar der östliche Teil aus Silber, der südliche aus Saphir, der westliche aus Korallen, nach andern aus Krystall, und der nördliche aus Gold, ähnlich wie es die Purāṇa lehren ²). Für die Zwischengegenden gibt Hardy auch noch Farbenunterschiede an, die aber mehr Farbenübergänge darstellen, und zwar ist der Nordost goldgrün, die Südost blassblau, der Südwest blau und der Nordwest goldgelb.
Linked texts (4)
- Jātaka — Pāli
- Mahāvastu — Sanskrit
- Aṅguttaranikāya — Pāli
- Jātakamālā — Āryaśūra, Sanskrit