Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c8.s4.t4: 2. Die Trāyastriṃśa
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c8.s4.t4
- Language
- German
2. Die Trāyastriṃśa
c8.s4.t4.1
Über dem Himmel der Cātummahārājika liegt der Himmel der Tāvatiṃsa. Nach Saṃyutta-Nikāya 5 S. 409 f. sind die Tāvatiṃsa-Götter höher und ausgezeichneter als die Cātummahārājika-Götter (Cātummahārājikehi . . . devehi Tāvatiṃsā devā abhikkantatarā ca paṇitatarā ca). Ihr Indra heisst Śakra ²). Im Himmel der Tāvatiṃsa steht der schon erwähnte Pāricchattaka-Baum ³), Aṅguttara-Nikāya 4 S. 118 f. zeigt dieser Baum die Hauptereignisse im Leben eines Buddha oder Heiligen (ariyasāvaka) den Göttern an. Zieht der Heilige aus der Heimat in die Heimatlosigkeit, werden die Blätter des Pāricchattaka-Baumes fahl (. . . yasmim samaye ariyasāvako agārasmā anagāriyaṃ pabbajjāya ceteti . . . paṇḍupalāso . . . ariyasāvako . . . pāricchattako kovilāro). Wenn er ausgezogen ist, Haare und Bart geschoren und das Mönchsgewand angelegt hat, so erhält der Pāricchattaka-Baum sieben Blätter (yasmim . . . samaye a. kesamassuṃ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṃ pabbajito hoti, sattapalāso . . . p. k.). Hat er durch die Überwindung der Gelüste die erste Stufe der Meditation erreicht, so trägt der Pāricchattaka-Baum Knospen (yasmim . . . samaye a. vivicc’ eva kāmehi . . . paṭhamaṃ jhānaṃ upasampajja viharati, jālakajāto . . . p. k.). Hat er durch die Unterdrückung des
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1) Siehe ebenfalls Dhammapāla’s Paramatthadīpanī 3 S. 17, 18, Suttanipāta S. 67 (Vers 380).
2) Jātakamālā ed. Kern II. 4. Mahāvastu I S. 263.
3) Sanskr.: Parichattraka, „Erythmia Indica“ nach Childers.
4) Sanskr.: Kovidāra, „Bauhinia Variegata“ nach Childers.
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Denkens und Bedenkens die zweite Stufe der Meditation erreicht, so trägt der Pāricchataka-Baum Knospen (yasmim . . . samaye a. vitakkavicārāṇam vūpasamā . . . dutiyam jhānaṃ upasampajja viharati, khārakajāto . . . p. k.). Ist von ihm infolge der Gleichgültigkeit gegen Freude die dritte Stufe der Meditation erreicht worden, so trägt der Pāricchatteka-Baum Knospen (yasmim . . . samaye a. pitiyā ca virāgā . . . tatiyaṃ jhānaṃ upasampajja viharati, kuḍumalakajāto . . . p. k.). Wenn er dann durch Aufgabe jedes Glücks, d. i. absolute Gleichgültigkeit, die vierte Stufe der Meditation erreicht hat, so trägt der Pāricchattaka-Baum rote Lotusblumen (yasmim . . . samaye a. sukhassa ca pahānā . . . catuttham jhānaṃ upasampajja viharati, kokāsakajāto . . . p. k.). Hat er endlich durch den Schwund aller Leidenschaften die Erlösung realisiert, so trägt der Pāricchattaka-Baum Blüten und Früchte (yasmim . . . samaye a. āsavānaṃ khayā . . . sacchikatvā upasampajja viharati, savvaphāliphlullo . . . p. k.). Diesen Augenblick verkünden die Erdgottheiten (Bhummā devā) den Cātummahārājika, diese den Tāvatiṃsa usw. bis zu den Brahmakāyika mit grossem Geschrei. Nach Majjhima-Nikāya 3 S. 200 steht unter dem Pāricchattaka-Baum der Thron des Śakra aus Paṇḍukambala-Stein ¹) (Ekamidaṃ . . . samayaṃ Bhagavā devesu Tāvatiṃsesu viharati Pāricchattakamūle Paṇḍukambalasilāyaṃ).
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¹ s. auch Dhammapāla: Paramatthadīpanī 3 (Com. on the Petavatthu) S. 137.
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Nach Mahāvastu I 32. 9 liegt im Himmel der Trāyastriṃśa die Götterstadt Sudarśana, die aus den sieben Edelsteinarten besteht. In ihr liegt die Götterhalle Sudharmā, ganz aus Beryll, 1000 Yojana gross. In dieser sitzen Śakra und die Trāyastriṃśa mit den Götterangelegenheiten beschäftigt und können von derselben aus die ganze Götterstadt übersehen. Nach I S. 31 f. des gleichen Textes soll Śakra der Indra der Trāyastriṃśa im Palaste Vaijayanta zusammen mit 80 000 Apsaras' die Sinnesobjekte geniessen.
Cites (6)
- Lomasakaṅgiyabhaddekarattasutta — Pāli
- Gilānasutta — Pāli
- Pāricchattakasutta — Pāli
- Mahāvastu — Sanskrit
- Suttanipāta — Pāli
- Jātakamālā — Āryaśūra, Sanskrit