Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c9.s2.t13.20
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c9.s2.t13.20
- Language
- German
c9.s2.t13.20
In der Mitte jedes Varṣa Videha erhebt sich je ein Mandara oder Meru, jedoch sind die Dimensionen derselben erheblich kleiner wie die des Mandara im Jambūdvīpa. Die Gesamthöhe jedes dieser Berge beträgt 85 000 Yojana, von denen aber 1000 Yojana auf das unterirdische Fundament entfallen, so dass er über dem Erdboden nur 84 000 Yojana hinausragt. Der Durchmesser beträgt an der Basis 9500, am Erdboden 9400 und an der Spitze 1000 Yojana. Die Differenz der stetigen Abnahme beträgt also ¹/₁₀ der Höhe. Am Fusse jedes Mandara breitet sich rund um denselben je ein Hain Bhadraśāla aus. Die äussere Form desselben stellt genau wie im Jambūdvīpa ein gleichmässiges Rechteck dar. Die Länge östlich und westlich vom Mandara beträgt 107 879 Yojana, die Gesamtlänge von Osten nach Westen also 2 × 107 879 + 9400 (Breite des Mandara) = 225 158 Yojana. Die Breite beträgt nur ¹/₈₈ der Länge östlich oder westlich des Mandara, d. i. ¹⁰⁷⁸⁷⁹/₈₈ = 1225⁶⁹/₈₈ Yojana. 500 Yojana über dem Erdboden liegt auf einer 500 Yojana breiten ringförmigen Stufe des Mandara der Hain Nandana. 55 500 Yojana über dem Hain Nandana liegt auf einer zweiten 500 Yojana breiten Stufe der Hain Saumanasa. 28 000 Yojana über dem Saumanasa liegt auf der Scheitelfläche der Hain Paṇḍaka, 494 Yojana breit. In der Mitte steht ein Aufsatz (cūlikā), 12 Yojana hoch, an der Basis 12 und an der Spitze 6 Yojana breit. Die Ausstattung aller dieser Haine ist die gleiche wie im Jambūdvīpa.