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Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c9.s2.t2.3

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c9.s2.t2.3

Language
German

c9.s2.t2.3

Rings umgibt ihn ein Wall (jagatī) nach Art einer Stadtmauer ³). Dieser ist 8 Yojana hoch, an der Basis 12 und an der Spitze 4 Yojana breit und hat also einen mittleren Durchmesser von 8 Yojana. Er besteht aus Diamant (vajra), ist klar und besitzt überhaupt alle jene Eigenschaften, wie sie die jainistische Phantasie derartigen Gegenständen in der bekannten stereotypen Weise beilegt. Diesen Wall umgibt ringsum ein Gitter (jālakataka) ⁴) aus Edelstein, ¹/₂ Yojana hoch und 500 Dhanus breit. Mitten auf diesem Wall erhebt sich eine ringförmige Lotusterrasse (padmavaravedikā) ⁵), ¹/₂ Yojana hoch und 500 Dhanus breit, also von derselben Ausdehnung wie das den ganzen Wall umgebende Gitter. Diese Terrasse ist aus Kostbarsten hergestellt, was sich die indische Phantasie denken kann; so sind die Fundamente aus Diamant, die Stützen aus Riṣṭa (eine Edelsteinart), die Pfosten aus Beryll, die Balken aus Gold, die Riegel, die die einzelnen Teile zusammenhalten, aus Rubin, die Verbindungsteile aus Diamant usw. ⁶). Auf dieser Terrasse breitet sich nun wieder ein paradiesischer Garten aus mit Hainen, Teichen und Gruppen, so phantastisch, wie sie nur die Inder erdenken konnten. Über die Einzelheiten der Schilderung dürfen wir wohl hinweggehen, da sie ganz belanglos und sehr weitschweifig sind ⁷).

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