Pramāṇa · Search · About · API

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c9.s2.t6.54

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c9.s2.t6.54

Language
German

c9.s2.t6.54

Haimavata. Haimavata (Hemavaya) liegt nördlich vom Himavat und ist viermal so breit wie Bharata. In seiner Mitte erhebt sich der zilinderförmige Berg Śabdāpāti (Saddāvaī). Er besteht aus Edelstein. Höhe und Durchmesser betragen je 1000 Yojana. Ausserdem steht noch ein Stück von 250 Yojana unter der Oberfläche. Sein Umfang ist nach der bekannten jainistischen Formel für π etwas mehr als 3162 Yojana ¹). Auf demselben steht der Palast des Gottes Śabdāpāti, 62 Yojana hoch und 31¹/₄ Yojana lang und breit. Während nach der Jambūdvīpaprajñapti (Text und Kommentar) Berg und Gott denselben Namen tragen, heisst dieser nach dem Lokaprakāśa ²), dem Jambūdvīpasamāsa ³) und der Jambūdvīpasaṃgrahaṇī ⁴) Svāti. Haimavata wird durchströmt von den beiden Flüssen Rohit und Rohitāṃśā. Ersterer mündet im Osten, letzterer im Westen in das Salzmeer (Lavaṇoda). Die Menschen des Varṣa erreichen eine Körpergrösse von einem Gavyūta (¹/₄ Yoj.) und eine Lebensdauer von einem Palyopama, sind frei von allen Krankheiten und Widerwärtigkeiten des Lebens infolge des Genusses der Früchte des bei ihnen einheimischen Wunschbaumes (kalpavṛkṣa) und gehen an ihrem Lebensende in den Götterhimmel ein. In Haimavata ist die Zeit nur Suṣamāduṣamā. In demselben herrscht eine gleichbenannte Gottheit. Während der Name von himavat abzuleiten ist, bringt die Jambūdvīpaprajñapti ⁵) denselben mit hema (Gold) in Verbindung.

Cites (2)