Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c9.s2.t6.78
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c9.s2.t6.78
- Language
- German
c9.s2.t6.78
Der Meru hat drei ringförmige 500 Yojana breite Absätze in einer Höhe von 500 und 62 500 Yojana vom Erdboden aus. Die Gipfelfläche trägt in der Mitte noch einen Aufsatz (cūlikā) in der Form eines abgestumpften Kegels, 40 Yojana hoch, an der Basis 12 und an der Spitze 4 Yojana breit. Für die übrigbleibende Ringfläche bleibt alsdann noch eine Breite von 494 Yojana übrig ⁵). Da die Abnahme der Breite, wie eben gesagt, für 1 Yojana Höhe 1/11 Yojana beträgt, so sind die Digambara ⁶) der Ansicht, dass die ersten 11 000 Yojana nach jedem Absatz senkrecht ansteigen, wodurch die Differenz, die durch die Absätze entstanden ist — 11 000 · 1/11 = 1000 Yojana — wieder eingeholt wird. Bei den Svetāmbara finde ich hierüber nichts. Nach allgemeiner Ansicht besteht er aus drei Teilen, die sich durch die Verschiedenheit des Materials voneinander unterscheiden, jedoch herrscht eine kleine Differenz hinsichtlich der Abgrenzung der Stücke. Während der unterste Teil, 1000 Yojana hoch, seiner Bestimmung als Fundament entsprechend aus Erde, Stein, Diamant und Kiesel besteht, hat der zweite nach den Svetāmbara ⁷) eine Höhe von 63 000, nach den Digambara ⁸) von 61 000 Yojana und ist aus Aṅka (ein Metall), Krystall, Silber und Gold (Trailokyādīp. Bl. 25b: ratna) und der dritte Teil, 36 000 (resp. 38 000) Yojana hoch, besteht aus Gold. Der Aufsatz ist aus Beryll.