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Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c12.32

Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c12.32

Language
German

c12.32

65. Er übernachtet in der Einsiedelei Vâlmîki's, der ihm erzählt, dass daselbst die Opferstätte des Ikshvâkuiden Saudâsa gewesen sei. In seiner Jugend habe derselbe zwei Râkshasa in Tigergestalt gesehen, von denen er einen erlegt habe. Der andere hätte ihm Rache geschworen. Als nun Saudâsa die Herrschaft an seinen Sohn Mitrasaha (oder Viryasaha) übertragen hätte, habe er dort ein Pferdeopfer dargebracht unter Vasishṭha's Leitung, bei dessen Beendigung jener Râkshasa die Gestalt Vasishṭha's angenommen und sich eine Fleischspeise erbeten habe. Als der König dem Koch den Auftrag zu deren Bereitung gegeben habe, habe der Râkshasa sich in einen Koch verwandelt und eine Schüssel mit Menschenfleisch dem Vasisṭha gebracht. Dieser habe sofort das Fleisch als Menschenfleisch erkannt und dem Saudâsa geflucht, dass es ihm als Speise dienen solle. Nun nahm Saudâsa Wasser in seine Hand, um dem Vasisṭha zu fluchen, aber seine Gemahlin verhinderte ihn daran; da sei ihm das Wasser auf die Füsse geflossen und habe Flecken auf ihnen gebildet, weshalb er Kalmâshapâda genannt worden sei. Auf seine Bitte habe Vasisṭha den Fluch dahin gemildert, dass er nur für 12 Jahre wirken, und dass später Saudâsa die Erinnerung daran verlieren solle. Nachdem Çatrughna diese grausige Geschichte gehört hatte, begab er sich in jener Laubhütte zur Ruhe.