Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c12.44
Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c12.44
- Language
- German
c12.44
93. Vâlmîki mit seinen Schülern langt an und schlägt seine Zelte abseits von den Übrigen auf. Er beauftragt zwei Schüler, das Râmâyana auf dem Opferplatz vor den Fürsten und vor Râma zu singen. 94. Als R. den Gesang gehört hatte, lässt er die beiden Sänger vor einer grossen Versammlung singen, die aufs höchste entzückt ist. Die beiden Sänger weisen Geschenke zurück und erklären, dass sie von Vâlmîki das Gedicht gelernt hätten. 95. Nachdem R. das Râmâyana gehört hatte, erfährt er, dass die beiden Sänger die Söhne Sîtâ's seien. Er schickt Boten zu Vâlmîki, damit dieser erlaube, dass S. sich vor der ganzen Opferversammlung durch einen Schwur reinige. 96. Als alle versammelt waren, tritt Vâlmîki von Sîtâ gefolgt auf. Er erklärt in feierlicher Rede, dass Sîtâ rein und unschuldig sei. 97. R. erklärt, dass ihn Vâlmîki überzeugt habe. Da erscheinen alle Götter, um Sîtâ's Schwur beizuwohnen. Sîtâ aber bittet unter Beteuerung ihrer Treue die Göttin Mâdhavî, sie aufzunehmen. Die Göttin Erde erscheint, umarmt Sîtâ und verschwindet mit ihr unter dem Erdboden unter dem Beifall und Staunen aller Zuschauer. 98. R. beschwor unter Drohungen die Göttin Erde, ihm Sitâ zurückzugeben; aber Brahman vertröstet ihn mit der Wiedervereinigung im Himmel und fordert ihn auf, seine zukünftigen Thaten von Vâlmîki besingen zu hören. 99. Am andern Morgen wird dieser Teil des Gedichtes vorgetragen. R. entlässt die Versammlung. Immer nach Sitâ Sehnsucht hegend, bringt er Opfer auf Opfer dar. Seine Mütter sterben und werden im Himmel mit Daçaratha vereinigt.