Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c12.67
Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c12.67
- Language
- German
c12.67
3. Im Walde macht ein Geier einer Eule ihr Nest streitig. Sie bringen ihre Klage vor R., der sie nach der Dauer ihres Besitzes befragt. Der Geier sagt, er wohne solange darin, als es Menschen gäbe; die Eule, solange Bäume wüchsen. R.'s Minister sprechen sich zu Gunsten des Geiers aus. R. erzählt, dass Madhu und Kaiṭabha, die aus dem Ohrenschmalz des schlafenden Vishṇu entstanden seien, den Brahman angreifen wollten. Da habe Vishṇu sie mit seinem Discus getötet und die durch ihr Fett verunreinigte Erde dadurch gereinigt, dass er Bäume und Pflanzen wachsen liess. Darum sei die Eule im Recht, und der Geier müsse bestraft werden. Aber eine himmlische Stimme verbietet es; denn der Geier sei ein zur Strafe für unrichtige Bewirtung eines Brahmanen in diese Gestalt verwandelter König Brahmadatta, der durch seine Zusammenkunft mit R. seine ursprüngliche Gestalt wieder gewinnen solle. So geschieht es.