Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c16: Verbesserungen und Nachträge
Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c16
- Language
- German
Verbesserungen und Nachträge
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p. 2. 2. Zeile von oben. Lies: viermal in Bombay, 1859, 1864, 1873 und 1888.
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p. 2. note 1. Râmavarman, der Verfasser des Tilaka, ist vielleicht identisch mit dem gleichnamigen Verfasser des Commentars (setu) zum Adhyâtma Râmâyaṇa, der sich selbst Fürst von Çṛingaverapura, Sohn Himmativarman's und Schüler Bhaṭṭa Nâgeça's nennt. Denn auch der Verfasser des Tilaka spricht von sich, am Ende des 6. Buches, als Bhaṭṭanâgeçapûjya und von seinem Commentar als setu.
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zu p. 8. Es ist zu beachten, das im Uttarakâṇḍa die Übereinstimmung zwischen den Recensionen meistens, von einigen Stellen abgesehen, grösser ist als in den vorhergehenden Büchern. Darf man vielleicht dies daraus herleiten, dass die alten Bücher eine längere Zeit der mündlichen Überlieferung hinter sich hatten als das Uttarakâṇḍa, als sie schriftlich fixirt wurden?
c16.4
p. 24 n 1. Der Vers: yadannah puruṣo bhavati (II 103, 30) wird in 104, 15 als laukikī çrutiḥ bezeichnet. Zu den neunsilbigen Pâda füge hinzu: parikalyamânas tu tadâ IV 46, 16.
c16.5
p. 38 n 1. Verbessere V 21, 27; und füge zu dem ersten Citat die Stelle IV 44, 12 zu. In V 36, 2 heisst der Ring: Râmanâmânkita.
c16.6
p. 41 n 1. Füge hinzu: Besonders klar ist das Interesse einer späteren Zeit am Nītiçâstra im kaccit-sarga II 100 zu sehen. Dass dieser Gesang später zugefügt worden ist, erkennt man aus dem inneren Widerspruch, der darin liegt, dass Râma den Bharata nach der Art seiner Regierungsführung fragt, als ob Bharata schon Jahre lang auf dem Throne sässe, während er doch kurz vorher von seinem Oheim nach Ayodhyâ zurückgekehrt war.
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p. 42 Mitte. In B fehlen VI 10–16 und an ihrer Stelle stehen nach Form und Inhalt abweichende Gesänge.
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p. 45 unten. II 25, 83 wird ein Amulett (rakṣâ) aus der viçalyakaraṇī oshadhi erwähnt, das Kausalya ihrem Sohne in die Verbannung mitgab.
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p. 47 oben. Interessant ist zu sehen, dass in den beiden, vom Râmopâkhyâna abgesehen, ältesten Bearbeitungen des Inhaltes des Râmâyaṇa, nämlich im Raghuvamça und Setubandha, zwar die oben erwähnten Wiederholungen zum Teil vermieden werden, dass aber trotzdem das Bestehen derselben zu jener Zeit erkannt werden kann. In beiden Kunstgedichten findet sich die Heilung durch Garuḍa (Raghuv. 12, 76; Setu 14, 56), im Raghuv. 12, 78 nur die erste Heilung durch den Kräuterberg, im Setu. 15, 47 dagegen nur die zweite. Ferner wird im Raghuv. 12, 74. 75 nur die erste Täuschung der Sîtâ durch den hervorgezauberten Kopf Râma's erwähnt, nicht die zweite, als ihr Râma und Lakshmaṇa durch Indrajit's Pfeile gebunden und scheinbar tot daliegend gezeigt wurden. Aber Kâlidasa hat auch die letztere gekannt; denn er lässt Trijaṭâ, die in der zweiten Täuschungsscene vorkommt, die Rolle der Trösterin übernehmen. Ebenso im Setu, der zwar die zweite Täuschungsscene erwähnt, aber an dieser Stelle keine Trösterin der Sîtâ nennt. Es ist also nicht zu bezweifeln, dass schon dem Kâlidasa das Râmâyaṇa in derselben, oder höchstens nur wenig abweichenden, Gestalt vorlag, in der es auf uns gekommen ist; denn aus seiner Erzählung und aus seinen Andeutungen lässt sich mit Sicherheit schliessen, dass er auch das vollständige Uttarakâṇḍa kannte. Doch ist sein Zeugnis für unsere Untersuchung nicht von grosser Bedeutung, da wir das viel ältere Zeugnis des Mahâbhârata besitzen
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p. 49. Die Veranlassung für die Ansetzung von Daçaratha's Tod auf die sechste Nacht nach Râma's Abreise scheint mir jetzt einfach in dem Umstande gelegen zu haben, dass der Dichter erst Râma's Reise bis zum Citrakûṭa beschrieb und danach erst den Tod Daçaratha's. Es lag also der Irrtum nahe, dass das, was der Dichter später schildert, auch sich später ereignet habe, dass also der Anordnung der Erzählung auch die chronologische Reihenfolge der Ereignisse entspräche. Was ich im Text als Grund angegeben habe, mag den Irrtum bestätigend mitgewirkt haben. In diesem Zusammenhange mag erwähnt werden, dass nach VI 4, 50 Viçâkhâ das Nakshatra der Ikshvâkuiden ist. Mit dem Vollmonde in Caitra schloss also gewissermassen ein Cyklus ab, und mit dem ersten Tage des Vaiçâkha begann ein neuer.
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p. 54 n 2. Nach III 47, 10 war Râma bei seiner Verbannung 25 Jahre alt, nach III 38, 6 nur 12 Jahre, als ihn Viçvâmitra abholte, und nach I 20, 2 noch nicht volle 16 Jahre zu derselben Zeit. Erst im Uttarakâṇḍa wird das menschliche Leben zu Râma's Zeit nach Tausenden von Jahren bemessen.
c16.12
p. 55 Mitte. Die vorausgesetzte Lesart vartayishyâmi steht thatsächlich in den südindischen Ausgaben.
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p. 69 n 1. 6. Zeile von unten, lies „Westen“ für „Osten“.
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p. 86. Prof. L e u m a n n erinnert mich daran, dass die Jâtaka-Erzählung in ähnlicher Weise auch den zweiten Teil der Brahmadatta-Legende unterdrückt hat.
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p. 88 oben. Ich hätte erwähnen sollen, dass auch die Jaina ihre Version des Râmâyaṇa besitzen: ausführlich im 7. Parvan von Hemacandra's Trishashṭiḷakāpurushacarita, Calcutta, Sam. 1930; eine Inhaltsangabe einer Bearbeitung genannten Werkes von Padmadeva Vijayagaṇi findet sich in den „Notices of Sanscrit Mss published under orders of the Government of Bengal vol. X p. 134 ff. An letzterer Stelle wird das Jaina Rāmāyaṇa als „an extravagant travesty of the divine epic of Vālmīki“ bezeichnet. Auch Weber sagt, es weiche von dem echten Rāmāyaṇa „in hohem Grade, resp. in offenbar durchaus willkürlicher Weise ab“. Verzeichnis der Sankr. und Prakrit Hdsch. zu Berlin. 2. Bd. p. 513 n. 8.
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p. 88 unten. Die Lokāyatika werden ausdrücklich II 100, 38 erwähnt. Der in der Anmerkung citirte Vers kehrt VII 51, 20b 21a wieder, nur steht dort gamishyati für prayāsyati.
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p. 90. Zeile 13 von unten lies VI 111, 54 für IV 111, 54. Die Unechtheit der gleich nachher erwähnten Stelle ergiebt sich auch noch daraus, dass Sugrīva den Wohnsitz Rāvaṇa's nicht kennt (na jāne nilayam tasya sarvathā pāparakshasah IV 7, 2 = B IV 6, 3), der überhaupt unbekannt bleiben soll, bis Sampāti ihn den Affen kund thut; nach unserer Stelle aber kennt er ihn dennoch.
c16.18
p. 95 unten. Ein Mädchen, das durch eine vor der Ehe abzulegende Kraftprobe gewonnen werden musste, heisst vīryaṣulkā. So sagt Janaka von Sītā: vīryaṣulke 'ti me kanyā I 66, 15.
c16.19
p. 105 unten. Lies: 5. Jhd. v. Chr., für: 5. Jhd. n. Chr.
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p. 107 n. 1. Nach I 13, 26 gab es zu Daçaratha's Zeit noch einen König von Kosala: Bhānumat; der betr. Vers fehlt aber in den südindischen Ausgaben und bei Gorresio.
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p. 108, 3. Zeile von unten. Lies: ºyāmās triyāmā, für: yāmā triyāmās.
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p. 109, 5. Zeile von oben. Lies: ♂ Cancri.
c16.23
p. 120, 13. Zeile von unten. Lies: V 19, für: II 19.
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p. 121. Ein ausgeführtes rūpaka: çokāgni, findet sich noch II 26, 6–8.
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-- Der Vergleich in V 9, 38. 39 ist interessant, weil er zeigt, wie weit trotz alledem man noch von dem Raffinement der späteren Kunstpoesie entfernt war.
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p. 151, Mitte. Lies: Ricīka, für: Devarāta.
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p. 152 n. Lies: entlässt, für entblösst.
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p. 191, 9. Zeile von unten. Lies: Enkelin, für Tochter.
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p. 192, 11. Zeile unten. Lies: Vedavati, für Vedāvatī.
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p. 208, 18. Zeile von oben. Lies: brachte das Opfer dar. Yajnam samupāharat im Text wird von dem Commentar erklärt: er schaffte die für Ila's Opfer benötigten Dinge herbei.
c16.31
p. 213. Bei Bāhli streiche: Balkh. Siehe Weber's Abhandlung „über Bāhlī, Bāhlīka“. Sitzungsberichte der Ak. der Wissensch. Berlin 1892.
Linked texts (3)
- Vālmīkirāmāyaṇa — Vālmīki, Sanskrit
- Setubandha — Pravarasena II, Māhārāṣṭrī Prakrit
- Raghuvaṃśa — Kālidāsa, Sanskrit