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Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c4.s2.5

Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c4.s2.5

Language
German

c4.s2.5

1) Beachtenswert ist, dass der Ring svanâmânkopaçobhitam ist. Eine andere Hindeutung auf Schriftzeichen finde ich in V 21, 27: ishavo nipatishyanti Râmalakṣmaṇalakṣitâh. Dass in Indien schon zur Zeit Açoka's die Schrift allgemein bekannt war, geht aus der Thatsache hervor, dass sich dieser König derselben zur Verbreitung seiner Morallehren bedienen konnte. Denn seine Inschriften sind nicht an Gelehrte gerichtet — dann würden sie in Sanskrit abgefasst sein —, sondern an das Volk; deshalb reden sie die Volksprache. Was würde der Gebrauch der Volksprache in Inschriften genützt haben, wenn das Volk sie nicht hätte lesen können? Deshalb halte ich die von M. Müller (die Wissenschaft der Sprache. Leipzig 1892 p. 167) ausgesprochenen Meinung, das Magadha-Alphabet sei „das Werk einer Kommission von Gelehrten, die, wahrscheinlich im Auftrage des Königs (Açoka), aus fremden Quellen ein Alphabet entwarfen“, für verfehlt. Die systematisch phonetische Vollständigkeit des Açoka-Alphabets beweist zwar die Mitwirkung von Gelehrten bei dessen definitiven Festsetzung; aber die unphonetische, später aufgegebene Orthographie der ältesten Inschriften zeugt für den praktischen Gebrauch der Schrift im Volke, dessen Schreibweise sie adoptiren.