Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c4.s2.75
Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c4.s2.75
- Language
- German
c4.s2.75
Auf die Motive, die zur Hinzufügung des ersten Buches geführt haben, werden wir in anderem Zusammenhange zurückkommen müssen. Hier genügt es, unsere Zustimmung zu Holtzmann's Behauptung auszusprechen. Seine Gründe liessen sich leicht vermehren. Ich will nur auf zwei Punkte aufmerksam machen. Im ersten Buche erfahren wir, dass Lakshmaṇa Sîtâ's Schwester Urmilâ heimführt ¹), aber im 2. Buche hören wir nichts von ihr, und doch wäre gerade da, bei dem Entschluss Lakshmaṇa's, den Râma zu begleiten, bei dem Abschied der Verbannten von den Eltern, Gelegenheit gewesen, Lakshmaṇa's Gattin zu erwähnen. Zu welchen rührenden Scenen wäre da Veranlassung gewesen! Aber Vâlmîki scheint die arme Urmilâ vergessen zu haben, natürlich weil er sie nicht gekannt hat. Und so macht er denn auch Râma nicht zum Lügner, wenn dieser III 18, 3 die ihn zum Manne begehrende Çûrpaṇakhâ an Lakshmaṇa weist, weil derselbe noch unverheiratet sei (akṛitadâra).
Cites (1)
- Vālmīkirāmāyaṇa — Vālmīki, Sanskrit