Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c4.s2.89
Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c4.s2.89
- Language
- German
c4.s2.89
Nachdem Daçaratha vorgeführt ist, sollte man naturgemäss erwarten, dass nun seine Frauen uns genannt würden. Aber sie werden weder hier noch auch im Verlaufe des Gedichtes dem Hörer oder Leser *rite* vorgestellt. Kausalyâ wird zum ersten Male 14, 33 und zwar nur beiläufig erwähnt; darauf wird sie im 16. Gesange mit Sumitrâ und Kaikeyî genannt. Aber von ihrer Herkunft und was sonst dem Leser zu wissen nötig ist, erfährt er dabei nichts, sondern er muss es allmählich im Fortgang der Erzählung sich zusammentragen. Aus dem eben mitgeteilten Thatbestande dürfen wir wohl mit Sicherheit schliessen, dass der Dichter es überhaupt unterlassen hatte, die Königinnen seinen Hörern förmlich vorzuführen, weil er nämlich bei ihnen die Kenntnis der Personen der Sage voraussetzen durfte. Um seine Erzählung einzuleiten, genügte es, dass er die Hauptpersonen, die gewissermassen schon auf dem Schauplatze stehen, in aller Kürze nannte, um sie dann sofort in Action treten zu lassen.
Cites (1)
- Vālmīkirāmāyaṇa — Vālmīki, Sanskrit