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Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c5.s2.44

Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c5.s2.44

Language
German

c5.s2.44

Scheint also die Einheitlichkeit der Sprache und Darstellungsweise im indischen Epos auf den massgebenden Einfluss eines hervorragenden Dichters hinzuweisen, so werden wir eine gleiche Annahme auch wohl wegen der epischen Verskunst machen dürfen. Es ist ja überraschend, dass dieselben Gesetze, die den epischen Çloka beherrschen, auch noch für die klassischen Dichter gelten, während in der Zeit der Brâhmaṇa und Upanishad dasselbe Metrum noch viel freier gehandhabt wird und in dem Übergangsstadium von der vedischen Anushṭubh zum eigentlichen Çloka erscheint. Das eigentlich epische Versmass der alten Zeit scheint Trishṭubh bez. Jagatî gewesen zu sein. Das dürfte schon aus dem alten Namen der ersteren — Âkhyânaka — zu schliessen sein. Wie schon hervorgehoben, finden sich im Mahâbhârata noch manche alterthümliche Stücke in diesem Versmass, das dem vedischen noch sehr nahe steht. Warum, so könnte man fragen, ist das Âkhyânaka, wenn es in der That einmal das epische Versmass gewesen ist, es nicht auch für die Folgezeit geblieben? Die Antwort scheint sich mir leicht aus der Betrachtung dieses Metrums zu ergeben. Denn schon die vedische Trishṭubh scheint mehreren Typen zuzustreben, die in den späteren Upajâti-, Çâlinî-, Vâtormi- etc. Strophen krystallisirt sind¹. Je weiter die Entwickelung ging, um so mehr löste sich die Vielgestaltigkeit des Metrums in die willkürliche Abwechselung mit verschiedenen Typen auf.