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Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c5.s2.49

Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c5.s2.49

Language
German

c5.s2.49

Die Gesetze des Çloka sind von den Indern nur zum Teil, nämlich für die Pathyâ, theoretisch erkannt d. h. als Regeln ausgesprochen worden; diejenigen über die Vipulâ werden zwar von guten Dichtern streng beobachtet, scheinen aber, weil Vorschriften darüber nicht bestehen, instinktiv durch viele Lektüre des Epos von jedem erlernt worden zu sein. Ein ähnliches Verhältnis dürfen wir auch für die frühere Zeit voraussetzen. Wahrscheinlich schuf ein bedeutender Dichter die Norm und alle folgenden Dichter der epischen Zeit ahmten sie nach. So finden wir im Mahâbhârata und Râmâyaṇa durchweg Übereinstimmung im Bau des Çloka. Jener bahnbrechende Dichter war wahrscheinlich Vâlmîki; wir wissen ja von keinem Andern vor ihm, der eine solche Bedeutung gehabt haben könnte. Diese Annahme steht nun in vollem Einklang mit der Tradition. Im 2. Gesange des 1. Buches des Râmâyaṇa wird nämlich erzählt, wie Vâlmîki den Çloka zufällig gefunden, und dass ihm Brahman befohlen habe, die Thaten Râma's in diesem Versmasse zu besingen. Wenn dieser Sage etwas Thatsächliches zu Grunde liegt, so kann es nur das sein, dass der epische Çloka in seiner endgültigen Form auf Vâlmîki zurückgeht.

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