Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c6.16
Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c6.16
- Language
- German
c6.16
29. Vor dem Vâmanâvatâra, erzählt dieser, habe dort Vishṇu Busse gethan. Zu jener Zeit führte Bali, der Sohn Virocana's, die Herrschaft über die Dreiwelt. Als er ein grosses Opfer vollzog, baten die Götter den Vishṇu, Zwerggestalt anzunehmen und den Bali um eine solche Gabe anzugehen, die den Göttern Ruhe verschaffen würde. Damals hatte Kaçyapa und Aditi ein langes Gelübde vollendet und zum Schluss Vishṇu gepriesen, der Kaçyapa eine Bitte gewährt. Derselbe bittet ihn, dass er als sein Sohn und jüngerer Bruder Indra's geboren werde. Er solle im Siddhâçrama weilen und den Göttern beistehen. Das geschieht und in Zwerggestalt bittet er Bali um 3 Schritte, erlangt so die Weltherrschaft, die er Indra übergiebt. Er, Viçvâmitra, lebe jetzt in dessen Einsiedelei, dort aber störten Râkshasa seine Opfer. Er mit R. und L. geht in die Einsiedelei und wird von den Muni ehrfurchtsvoll begrüsst. Viçvâmitra unterzieht sich auf R.'s Bitte der Weihe zum Opfer. 30. Am andern Morgen fragt R., wie lange er das Opfer schützen müsse. Die Muni antworten: 6 Tage lang. Am sechsten Tage leuchtete plötzlich die Opferstätte in hellem Lichte. Da kommen die beiden Râkshasa mit einer grossen Schaar durch die Luft herbeigeeilt. R. schleudert den Mârica mit einem Pfeile ins Meer ¹), die übrigen Râkshasa vernichtet er. Grosse Freude der Muni.