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Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c6.29

Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c6.29

Language
German

c6.29

Viçvâmitra war zuerst ein mächtiger König. Einst kam er mit seinem Heere zu Vasisṭhtha's Einsiedelei. 52. Nach der üblichen Begrüssung und Bewirtung verspricht Vasisṭhtha dem Viçvâmitra noch eine reichlichere Beköstigung. Er ruft seine Kuh herbei und trägt ihr auf, das Heer mit allem zu versorgen. 53. Als das Heer und Alle auf das Üppigste bewirtet waren, bietet Viçvâmitra dem Vasisṭhtha tausende von Kühen, unermessliche Schätze für seine Kuh, auf die er als König ein Recht zu haben glaubt. Vasisṭhtha aber beharrt bei seiner Weigerung. 54. Die Kuh wird von Viçvâmitra's Leuten fortgeschleppt. Sie fleht Vasisṭhtha an, sie zu schützen, und bringt Krieger hervor, erst Pahlava, die Viçvâmitra's Heer vernichten, dann Çaka und Yavana. Doch alle vernichtet Viçvâmitra. 55. Die Kuh bringt neue Truppen hervor: Kâmboja, Varvara, Çaka, Yavana, Mleccha, Hârita und Kirâta, die Viçvâmitra's Heer bekämpfen, aber von Viçvâmitra's 100 Söhnen vernichtet werden. Doch Vasisṭhtha verwandelt diese in Asche. Nach dieser Niederlage übergiebt Viçvâmitra die Herrschaft einem Sohne und thut Busse auf dem Himâlaya. Dort erscheint ihm Çiva und verleiht ihm auf seine Bitte die vollständige Kriegswissenschaft und alle göttlichen Waffen. Mit diesen verwüstet er Vasisṭhtha's Einsiedelei und verjagt dessen Schüler. Da stellt sich ihm Vasisṭhtha selbst entgegen. 56. Viçvâmitra schleudert seine Waffen gegen Vasisṭhtha, doch dieser fängt alle, selbst die furchtbare Brahma-Waffe, mit seinem Brahmastabe auf. Viçvâmitra erkennt die höhere Macht der Brahmanen über die der Kshatriya an und beschliesst, durch Busse erstere zu erlangen. 57. Viçvâmitra geht mit seiner Gemahlin nach dem Süden und thut Busse; es werden ihm Söhne geboren: Havishpanda, Madhushpanda¹) Dṛḍhanetra, Mahâratha. Nach tausendjähriger Busse erscheint ihm Brahman und verkündet ihm, dass er sich die Würde und Macht eines Râjarshi errungen habe. Viçvâmitra ist damit nicht zufrieden.